1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Datenschutz stärker im Bewusstsein verankern

Datenschutz stärker im Bewusstsein verankern

In Kindergärten werden vielfältige Daten erhoben, sei es bei der Anmeldung der Kleinen, bei Fragen der Betreuung, bei den Angaben zu den Eltern oder den Adresslisten. Durch die neue gesetzliche Verankerung einer Bildungs- und Lerndokumentation in der pädagogischen Arbeit werden zudem weitere persönliche Angaben zu den Kindern festgehalten. Doch wer darf diese Daten sehen, welche Angaben dürfen weiter gegeben werden, und was geschieht damit? Fragen, mit denen sich die gemeinsame Leitungskonferenz der evangelischen Kindertagesstätten in den Kirchenkreisen Trier, Birkenfeld und Simmern-Trarbach in Kirchberg beschäftigte.

Kirchberg. (dj) "Kinder sind Träger eigener Rechte und haben somit auch einen Anspruch auf den Schutz ihrer Privatsphäre", machte Sarah Steinfeld vom Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe bei dieser Leitungskonferenz deutlich. Darum werde dem Datenschutz in allen Kindergärten hohen Stellenwert eingeräumt, betonte sie vor den Leiterinnen der 25 Einrichtungen in den drei Kirchenkreisen. Dies unterstütze auch die Landeskirche.

Die Beobachtung und die Dokumentation bei der Erziehung und Bildung von Kindern gehören für sie zu den fachlichen Aufgaben einer Kita. "Auch wenn diese Arbeit daher grundsätzlich zulässig ist, ist es dennoch wichtig, aus Gründen der Transparenz die Eltern dar über zu informieren, damit sie wissen, warum dies erfolgt", em pfahl Sarah Steinfeld. Anhand von Beispielen erläuterte sie die rechtlichen Bestimmungen, welche Daten erhoben werden dürfen, wie eine Zusammenarbeit mit dem Jugendamt oder den Grundschulen aussehen kann, wie lange diese Beobachtungsbögen und Daten aufbewahrt werden müssen und wer Zugang zu den Angaben haben darf. Steinfeld: "Datenschutz ist wichtig und darum muss auf vieles geachtet werden."

Die Vertreterin des Diakonischen Werkes wies aber auch dar auf hin, dass auch in anderen Fragen der Datenschutz in Kindertagesstätten eine Rolle spielt. "Besonders sensibel ist diese Frage bei der Veröffentlichung von Fotos und Videos aus dem Kindergarten im Internet", hob sie hervor. Hier sei es unbedingt erforderlich, immer auch die Eltern mit einzubeziehen und für jede Veröffentlichung auch deren Einverständnis einzuholen, so Steinfeld.

"Es ist wichtig, dass wir uns in der Arbeit in unseren Einrichtungen auch immer wieder an den Anforderungen des Datenschutzes orientieren und damit auseinandersetzen", betonte auch Sabine Dalheimer-Mayer, die Fachberaterin für Kinder tagesstätten in den drei Kir chenkreisen. Darum sei auch diese gemeinsame Leitungskonferenz wichtig und notwendig gewesen.