Dauer-Provisorium ist passé

Provisorien dauern bekanntlich am längsten. 1980 wurden Tourist-Information und Bauabteilung bis zum Neubau aus dem damaligen Rathaus ausgegliedert. 28 Jahre sollte es dauern, bis alle inzwischen 52 Bediensteten des Morbacher Rathauses seit gestern wieder unter einem Dach arbeiten.

Morbach. (iro) 1980 mussten die Tourist-Information und die Bauabteilung in andere Quartiere ausweichen, weil die Polizei im Verwaltungstrakt in der Bahnhofstraße immer mehr Platz beanspruchte. Es sollte sich um eine provisorische Unterbringung handeln. Schließlich sollte ein neues Rathaus gebaut werden. Doch das war erst 28 Jahre später der Fall. Vor wenigen Tagen zog die Tourist-Information bereits ins Untergeschoss des Westflügels ein (der TV berichtete). Die EDV, die provisorisch im neuen Sitzungssaal untergebracht war, folgte. Am Montag siedelten die Mitarbeiter der Werke und der Finanzabteilung in die oberen Geschosse des Westflügels um, während die Mitarbeiter der Bauabteilung sich am Dienstag im Ostflügel niederließen. Das Umziehen in mehreren Teilabschnitten war dadurch notwendig geworden, dass das Rathaus in zwei Bauabschnitten gebaut worden war.Für den Umzugsbeauftragten und Büroleiter Theo Gätz ist es einer der letzten Akte in Sachen Rathaus-Neubau. Nachdem alle Mitarbeiter an ihren neuen Arbeitplätzen saßen, zeigte er sich am Dienstag entspannt. Nachmittags war der Umzug so gut wie fertig. Viele Aktenordner standen schon an ihrem neuen Standort. Die Telefonanlage war wieder funktionsfähig. Und die EDV soll am heutigen Mittwochmorgen auch wieder funktionieren. Ruhig wird es ab sofort ums Haus Humbert, das die Bauabteilung beherbergte, nachdem für den Rathaus-Neubau vor zwei Jahren das Haus Faber oberhalb des Rathaus-Altbaus weichen musste. Hausmeister Ralf Geiter montierte bereits die offiziellen Schilder ab. "Jetzt fehlt nur noch der Sitzungssaal", sagte Gätz. Dort müssen noch Zwischenwände entfernt, der Fußboden abgeschliffen und eine Wand neu gemacht werden. Mit der Fertiggestellung rechnet Gätz für Ende März. Dann können auch die Gremien im neuen Rathaus tagen.