Daumendrücken ist angesagt

Zwei CDU-Männer und ein SPD-Mann werden bei der Anhörung zur vom Land angeordneten Fusion die Farben der Verbandsgemeinde Kröv-Bausendorf vertreten. Schärfster Kritiker der Pläne ist Sozialdemokrat Artur Greis.

Kröv. Mit welchen Gefühlen Beigeordneter Bernward Helms-Derfert (CDU) sowie die Ratsmitglieder Ossi Steinmetz (CDU) und Artur Greis (SPD) am Dienstag nach Mainz fahren, um gegen eine Fusion mit der VG Traben-Trarbach zu argumentieren, blieb am Donnerstag in der Sitzung des Verbandsgemeinderates Kröv-Bausendorf offen. Der Beigeordnete erläuterte nur kurz den Ablauf und rief den Ratsmitgliedern dann zu: "Drückt uns die Daumen". Die Antwort aus dem Gremium: "Wir beten, damit die Verstand kriegen", hieß es mit Blick auf die Politiker in Mainz.
Interessant bei der von den Landtagsfraktionen vorgenommenen Besetzung: Artur Greis ist ein Mann, der immer die schärfsten Worte gegen die Pläne der Landes-SPD in den Mund nimmt, aber auch die CDU kritisiert. "Den Politikern in Mainz scheint es an kommunalpolitischem Sachverstand zu fehlen", sagte der Reiler Ortsbürgermeister vor einem Jahr (der TV berichtete). Die Kommunalreform spiegele das totale Versagen aller im Landtag vertretenen Parteien wider, bemerkte er im März 2013.
Am Dienstag werden die drei Abgesandten den Willen der Bürger in den Vordergrund stellen. Im Mai hatten sich bei einer Beteiligung von 57,5 Prozent fast 93 Prozent der Kröv-Bausendorfer gegen eine Fusion mit der VG Traben-Trarbach ausgesprochen. cb

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