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Defekte Heizung richtet großen Schaden in Hetzerather Kita an

Im Neubau der Einrichtung : Defekte Heizung richtet großen Schaden in Hetzerather Kita an

Der gesamte Anbau aus dem Jahr 2014 des Hetzerather Kindergartens ist von einem Wasserschaden betroffen. Die Küche und alle Räume dieses Gebäudeteils sind geräumt. Der Schaden liegt im unteren sechsstelligen Bereich.

3,6 Millionen Euro hat die Gemeinde Hetzerath in den vergangenen sechs Jahren in ihre Kindertagesstätte investiert. Der bisher letzte Anbau wurde 2019 fertiggestellt, weil das Gebäude für 135 Kinder zu klein gewesen war und es eine Warteliste für Kinder mit Ganztagesbedarf gab. Ortsbürgermeister Werner Monzel war zufrieden, dass alle Arbeiten abgeschlossen waren, und beim Bau berücksichtigt wurde, dass auch eine höhere Kinderzahl hier betreut werden könnte, falls nötig. Doch jetzt steht Ärger ins Haus: ein Wasserschaden an der Heizungsanlage.

Im Anbau aus dem Jahr 2014, der aus Holzständerwerk besteht, ist der Estrich unterspült. „Das ist der Supergau für ein Gebäude in Holzständerwerk“, sagte Monzel resigniert, als er in der Gemeinderatssitzung die Ratsmitglieder und die Bürger über die Arbeiten informierte. Weil die Heizung nicht richtig funktionierte, ist man erst auf den Schaden aufmerksam geworden. Das Wasser hatte sich an den beplankten Flächen hoch gedrückt, die Pressspanplatten unter dem Rigips waren feucht und beschädigt. Inzwischen ist das Holzständerwerk teilweise freigelegt, die Räume samt Küche komplett leergeräumt. „Das Personal war mit mehreren Leuten dran, alles auszuräumen. Das war richtig viel Arbeit.“ Die Möbel, Geräte und das Geschirr lagern, bis die Arbeiten abgeschlossen sind, in einem Container auf dem Gelände. Die Kühlzelle ist ebenfalls ausgebaut worden. Trocknungsgeräte sind in den Räumen aufgebaut. Mit Schläuchen wird Luft durch Löcher im Boden geleitet. So soll es zügig trocknen. „In der Kühlzelle waren wegen Corona nur wenige Vorräte gelagert. Die konnten wir auf andere Kühlmöglichkeiten im Haus verteilen, so musste nichts weggeworfen werden“, sagt Werner Monzel und ergänzt: „In dieser Situation kommt uns Corona ausnahmsweise mal entgegen, denn hier wird normalerweise für die Ganztagskinder gekocht.“

Momentan ist in der Kindertagesstätte eine Notbetreuung. Für diese Kinder kann in einer Behelfsküche, die sich in einem anderen Gebäudeteil befindet und die für 20 bis 30 Kinder ausgelegt ist, das Essen zubereitet werden. Insgesamt gehen im Normalbetrieb 145 Kinder in acht Gruppen in die Kindertagesstätte St. Hubertus, die in der Trägerschaft der Kita gGmbh ist. Ortsbürgermeister Monzel schätzt, dass die Arbeiten bis Ende Juni dauern werden. „Wenn alles klappt, aber davon gehe ich aus, weil die Firmen zügig am Arbeiten sind“, sagt er zuversichtlich. Die Kosten werden wahrscheinlich in einem niedrigen sechsstelligen Bereich liegen. „Es kann auch sein, dass es weniger wird und man mit einem fünfstelligen Betrag auskommt. Das muss man abwarten.“ Ein Gutachter war bereits vor Ort. Die Versicherung hat signalisiert, dass sie für die Trocknung und die Arbeiten, die bisher ausgeführt worden sind, aufkommt.