Dem "Arrastal" droht die Eiszeit

Wie geht es weiter mit dem Freibad "Arrastal" in Alf? Schon seit Jahren droht der Untergang, weil die Kosten die Einnahmen überschwemmen.

Alf/Zell. Das hat sich auch mit der Trägerschaft des Fördervereins seit dem Jahr 2004 nicht geändert. Jetzt funkt Karl Heinz Simon, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zell, SOS. Er wollte einen Zweckverband gründen, der die Sanierung und den Betrieb übernehmen sollte. Vor aussetzung: Die Moselgemeinden St. Aldegund, Alf, Bullay, Neef, Zell, Briedel und Pünderich schließen sich dem Verband an und lassen finanziell einiges fließen. Doch Neef hat bereits kategorisch abgelehnt.Nicht nur die jährlichen Betriebskosten müssen bewältigt werden, auch eine Sanierung steht an. Die Wasseraufbereitung und Heiztechnik des 1981 gebauten Freibades bedürfen einer Rund umerneuerung.Und die hat ihren Preis: zwei Millionen Euro. Mit einer Million Euro Landeszuschuss ist zu rechnen, und 200 000 Euro würde der Kreis beisteuern. Blieben noch 800 000 Euro, die zu je einem Drittel die Verbandsgemeinde Zell, Bullay und Alf sowie die restlichen fünf Moselgemeinden übernehmen würden.Doch der Gemeinderat von Neef hat bereits abgewunken. Ein solches Engagement kann sich die finanziell arg gebeutelte Gemeinde kaum leisten. Skepsis herrscht auch bei den Räten in Zell, Briedel und Pünderich. Grundsätzlich positiv entschieden - also pro Zweckverband - haben bisher nur die Gremien in Bullay, Alf und St. Aldegund.Bürgermeister Simon kann die Zurückhaltung durchaus verstehen. "Der Sommer 2007 war nicht besonders motivierend." 14 000 Besucher in der Saison - das waren 40 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Das bedeutete auch 40 Prozent weniger Einnahmen für den Förderverein, der Betriebskosten mit den Eintrittsgeldern finanzieren will.Simon traf sich gestern mit den Bürgermeistern der Moselgemeinden, um das weitere Vorgehen abzusprechen. Ihm schwebt eine gemeinsame Sitzung aller Verbandsgemeinderats- und Gemeinderatsmitglieder vor, um einen Grundsatzbeschluss pro oder kontra Freibad zu treffen. Denn wenn sich die Moselgemeinden nicht einig sind, geht das "Arrastal" ohnehin baden.