Demenzkranke in der Klinik: Ein Dilemma mit Auswegen

Demenzkranke in der Klinik: Ein Dilemma mit Auswegen

Menschen mit Demenzerkrankungen und ihre Pflege in Kliniken sind das Thema des sechsten Wittlicher Pflegekongresses. Ein Pilotprojekt wird vorgestellt.

Im Fokus des sechsten Wittlicher Pflegekongresses steht am Donnerstag, 29. September, im Wittlicher Krankenhaus die Pflege von Menschen mit Demenzerkrankungen. Akut- und Allgemeinkrankenhäuser stehen vor besonderen Herausforderungen. Ein Klinikaufenthalt birgt für Demenzkranke häufig Krisenpotenzial: Der plötzliche Wechsel in eine unbekannte Umgebung und neue Tagesabläufe kann Demenzsymptome verschlimmern und sich negativ auf die weitere Entwicklung der Betroffenen auswirken, heißt es in einer Pressemitteilung des Krankenhauses. Bereits heute leiden zehn bis 15 Prozent der Patienten in Akutkliniken an einer begleitenden Demenzerkrankung. Heike von Lützau-Hohlbein, Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, kritisiert, dass man von einer demenzgerechten Pflege in den Allgemeinkrankenhäusern weit entfernt ist. "Aus diesem Dilemma gibt es Auswege", betont der Mitorganisator Emmerich Berg. Er sieht eine große Hilfe in der psychosozialen Betreuung, " denn sie kann viele der Symptome deutlich mindern".

Zu diesem Ergebnis kam auch ein Pilotprojekt der Verbundklinik, das Berg vorstellen wird. Der sechste Wittlicher Pflegekongress richtet sich an beruflich Pflegende sowie die interessierte Öffentlichkeit. Er beginnt um 9 Uhr im Großen Konferenzraum des St.-Elisabeth-Krankenhauses. Tagungsgebühr: 60 Euro.

Infos und Anmeldung unter Telefon 06571/1534515 oder unter www.verbund-krankenhaus.de

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