Demnächst Durchfahrverbot für 7,5-Tonner

Demnächst Durchfahrverbot für 7,5-Tonner

Noch im Oktober soll die Hetzerather Ortsdurchfahrt für Laster ab 7,5 Tonnen mit Ausnahme der Anlieger gesperrt werden. Welche LKW als Anlieger gelten, will das Verkehrsministerium noch festlegen. Anders als angekündigt, soll daran auch die Gemeinde beteiligt werden.

Hetzerath. Ende August hatte das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium angekündigt, die stark belastete Hetzerather Ortsdurchfahrt für LKW ab 7,5 Tonnen zu sperren. Doch Ortsbürgermeister Otmar Mischo und Markus Lorenz, Gründer der Bürgerinitiative gegen den LKW-Verkehr in der Ortsdurchfahrt, freuten sich nicht darüber. Im Gegenteil. Sie kritisierten, dass die Regelung nichts bringe, weil sie zu großzügig sei.

Denn Staatssekretär Alexander Schweitzer hatte nicht nur angekündigt, dass die Straße weiterhin für den Anliegerverkehr frei ist. Er hatte auch gesagt, dass die Laster der umliegenden Ortschaften und Wirtschaftsstandorte zu den Anliegern zählen sollten. Näheres müsse mit der Wirtschaft abgestimmt werden, hieß es.

Bislang ist das noch nicht erfolgt. Dennoch soll das Durchfahrverbot Ende des Monats kommen. Beate Schrader, Pressesprecherin des Ministeriums, sagt: "An dem Termin wird festgehalten." Ihre weiteren Ankündigungen klingen ein wenig anders als die vom August. "Der Ausnahmekatalog soll in der zweiten Oktoberhälfte in enger Abstimmung vor allem auch mit der Gemeinde und der Wirtschaft erarbeitet werden. Das ist uns wichtig." Schrader betont: "Wir wollen den Anliegerverkehr so gering wie möglich halten und werden deshalb genau prüfen, wie viele der 7,5 Tonner in Zukunft noch durch Hetzerath fahren dürfen."

Eine Verkehrsuntersuchung hatte ergeben, dass die Ortsdurchfahrt mit 7000 Fahrzeugen pro Tag überdurchschnittlich belastet ist. Auf Landstraßen sind im Schnitt 2800 Fahrzeuge pro Tag unterwegs. 800 der Fahrzeuge in Hetzerath sind Laster, Dreiviertel davon mit einem Gewicht von mehr als 7,5 Tonnen.

Ortsbürgermeister Otmar Mischo freut der Sinneswandel des Ministeriums. Er sagt: "Ich bin froh, dass nun alle Beteiligten bei der Erarbeitung des Ausnahmekatalogs mit eingebunden werden." Markus Lorenz von der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Hetzerath ist das hingegen zu wenig. Er sagt: "Ich weiß zwar, dass der Ortsbürgermeister unserer Forderung nach einem Durchfahrverbot, das nur Anlieferverkehr zulässt, unterstützt, aber ich frage mich: Wieso wurde die Bürgerinitiative nicht eingeladen?"

Lorenz will nun auch weiter an den Plänen festhalten, die er mit 18 Mitstreitern in der vergangenen Woche gefasst hat. Demnach will die Bürgerinitiative, die den Lärm und den Dreck der LKW kritisiert, Unterschriften für eine Petition beim Bürgerbeauftragten sammeln. Außerdem will sie wie in der Vergangenheit die Straße mit geparkten Autos blockieren, und das regelmäßig.

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