Politik : CDU-Neujahrsempfang in Bernkastel-Kues - Mehr Studienplätze für Mediziner

Die gesundheitspolitische Situation im ländlichen Raum war Thema beim Neujahrsempfang der CDU in Bernkastel-Kues.  200 zusätzliche Plätze an den Unversitäten für angehende Ärzte  fordern die Christdemokraten.

Viele Ärzte, die kurz vor der Pension stehen, finden keine Nachfolger mehr im ländlichen Raum, die Versorgung entlegener Bereiche wird zunehmend schwieriger. Damit geht auch der Rückgang an Apotheken einher, denn fehlt die Arztpraxis, hat die oft in der Nachbarschaft niedergelassene Apotheke mit sinkendem Umsatz zu kämpfen. Allein im vergangenen Jahr haben im Landkreis Bernkastel-Wittlich drei Apotheken geschlossen (der TV berichtete am 9. Januar).

Dieses Problem war Thema beim Neujahrsempfang der CDU im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Bernkastel-Kues. Rund 130 Gäste kamen zu dem Treffen, zu dem Leo Wächter von der CDU Bernkastel-Kues am vergangenen Freitag geladen hatte. Gastredner des Abends war der Generalsekretär der CDU Rheinland-Pfalz und Landtagsabgeordnete Gerd Schreiner, der in seiner Rede auf den Ärztemangel einging. „Wer Ärzte will, muss Ärzte auch ausbilden,“ war die Kernaussage Schreiners. Er rechnete vor, dass pro Medizinstudent 32000 Euro investiert werden müssen, das Land stelle dafür aber nur 26000 Euro bereit. Um die Versorgung im ländlichen Raum auch für die Zukunft zu gewährleisten, müsste das Land 200 zusätzliche Studienplätze zur Verfügung stellen.

Alex Licht, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, betonte, wie wichtig es sei, junge Menschen für die Politik zu begeistern. „Wir haben in der CDU im Landkreis mittlerweile viele junge Frauen, worauf wir sehr stolz sind.“ Am selben Abend war noch Anna-Lena Ames, 22-jährige Weinkönigin von Zeltingen-Rachtig, in die CDU eingetreten.

Auch Dennis Junk, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land nahm am Neujahrsempfang teil. Junk hatte erst vor wenigen Tagen seine Kandidatur bei der nächsten Landtagswahl bekannt gegeben.