Den Gefallenen zur Ehre

Auf einer Ehrentafel sind die Mitglieder und Gefallenen des ehemaligen Binsfelder Kriegervereins verewigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt die Ehrentafel als veschollen, bis sie in den 70ern wieder auftauchte.

 Walter Valerius zeigt eine Fotografie der verschollen geglaubten Ehrentafel des Kriegervereins. TV-Foto: Jan Willmroth
Walter Valerius zeigt eine Fotografie der verschollen geglaubten Ehrentafel des Kriegervereins. TV-Foto: Jan Willmroth

Binsfeld. (jaw) Bei Aufräumarbeiten in der Binsfelder Volksschule tauchte sie wieder auf. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs galt die Ehrentafel des Kriegervereins als verschollen. Lange Zeit hing die Tafel im Gemeindebüro. Auf ihr sind die 59 Mitglieder und im Ersten Weltkrieg Gefallenen des damaligen Binsfelder Kriegervereins verewigt. Der damalige Ortsbürgermeister Franz Zwilling übergab die stark in Mitleidenschaft gezogene Ehrentafel in den 70er Jahren an den pensionierten Malermeister Walter Valerius, damit dieser sie restauriere. Fehlende Fotos konnte Valerius bei Verwandten der ehemaligen Vereinsmitglieder auftreiben.

Auf der Ehrentafel findet man viele Namen, die laut Walter Valerius heute noch in Binsfeld bekannt sind. Im Ersten Weltkrieg kamen 21 Binsfelder ums Leben. Der erste fiel am 26. August 1914, ziemlich genau einen Monat nach Kriegsbeginn. Den letzten Binsfelder kostete der Krieg im März 1919 das Leben. In den Jahren nach dem Krieg kümmerte sich der Kriegerverein darum, ein Ehrenmal für die Gefallenen des Krieges zu errichten. Noch heute befindet sich dieses an der Kirche St. Georg. Im vergangenen Jahr wurde es restauriert.

Walter Valerius fühlt sich mit der Geschichte des Ehrenmals und damit auch des Kriegervereins besonders verbunden, zumal sein Vater im Krieg umgekommen ist. Für die Restaurierung von Kirche und Ehrenmal hat er sich stark eingesetzt.