Denn Schweinchen bringen Glück

10 000 Postkarten sind im Weihnachtsgeschäft mit Glücksmärkchen, die ein Schweinchen ziert, beklebt worden. Die Sprecher der Kaufmannschaft, Ruth Reitz-Born und Dieter Born sowie Karsten Mathar vom Stadtmarketingverein konnten damit nun "Glücksfee" spielen.

Wittlich. Ein Berg Karten liegt im Büro des Stadtmarketingvereins. 10 000 Stück sind es. Und manche der Absender haben Glück: Denn mittels der Karten werden Einkaufsgutscheine im Gesamt-Wert von 7500 Euro vergeben. Ruth Reitz-Born, Dieter Born und Karsten Mathar fischen sie heraus: Der Hauptgewinn von 1000 Euro geht an Gina Marie Kroschel aus Binsfeld, über einen 500-Euro-Gutschein kann sich Vera Müller-Thörner aus Flußbach freuen, und 250 Euro gehen nach Wittlich an Helga Hülsenbeck. Sie und die weiteren Gutschein-Gewinner wird der Stadtmarketingverein schriftlich benachrichtigen. 28 Geschäfte haben bei der Aktion mitgemacht und die Glücksmärkchen je nach Einkaufsumme an ihre Kunden weiter gegeben. "Die Leute freuen sich darüber. Es wird fleißig gesammelt", sagt Ruth Reitz-Born, "die Glücksmärkchen sind den Kunden ein Begriff." Schloss-Galerie und Vitelliuspark als Magneten

Die Absender belegen das große Einzugsgebiet: Selbst aus dem Cochemer Raum und dem Hunsrück kaufen die Menschen in Wittlich ein. "Ich bin fest davon überzeugt, dass die neue Situation im Vitelliuspark mit Edeka, Aldi, Pro Markt auch einen Rückfluss in die Innenstadt bringt", meint Dieter Born, "und es wird allerhöchste Zeit, dass die Schloss-Galerie kommt. Sie ist unbedingt positiv zu werten als zusätzlicher Magnet für die Innenstadt." Dazu wünscht er sich im Zuge dessen eine Öffnung der Neustraße für den Verkehr: "Dann wäre der berühmte schnelle Einkauf wieder möglich. Wofür brauchen wir denn noch eine Fußgängerzone, wenn keine Fußgänger mehr da sind und keine Geschäfte. Die Neustraße ist tot-beruhigt. Jetzt kann man sie wieder aufmachen." "Und die Innenstadt würde wieder wahrgenommen, etwa mit ihrem schönen historischen Marktplatz. Man wird ja immer noch um die Stadt herumgeleitet", ergänzt Karsten Mathar, "Aus touristisch-werblicher Sicht ist es so: Der Tourist nimmt Wittlich nicht wahr." Die beiden Sprecher der Kaufmannschaft im Stadtmarketingverein können keine Verbesserung der Situation durch das Verkehrsleitsystem erkennen. "Wie kommen wir denn hier in die Stadt?", sagt Ruth Reitz-Born, "das wird man immer noch gefragt."