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Dennis Junk Porträt Landtagswahl 2021 Rheinland-Pfalz

Landtagswahl 2021 : „ Mein Credo: Nicht nur reden, machen!“ – Dennis Junk (CDU) kandidiert für den Landtag

Aus dem Rathaus in den Landtag – das ist sein Plan: Im Wahlkreis 22 tritt für die CDU Dennis Junk, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, an. Der 36-jährige Salmtaler will künftig in Mainz Politik machen.

In Mainz werde zu viel geredet und zu wenig gemacht, meint Dennis Junk, CDU-Direktkandidat im Wahlkreis 22, Wittlich. Der 36-jährige Salmtaler, der seit Juli 2014 als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land im Amt ist, kandidiert am Sonntag, 14. März, für den Landtag, weil er sich künftig gerne „mit starker Stimme im Landtag für unsere Region einsetzen“ würde. Denn der ländliche Raum, so ist sich Junk sicher, finde in Mainz viel zu wenig Gehör. „Während die Landesregierung seit Jahren von vielen Dingen redet, haben wir in Wittlich-Land gemeinsam und über alle Parteigrenzen hinweg die unterschiedlichsten Dinge bereits umgesetzt. „Am besten werde dies am Beispiel der Digitalisierung der Schulen deutlich, sagt der VG-Bürgermeister. „Unsere Schulen sind saniert, digital mit über 600 Ipads bei rund 1100 Schülern bestens ausgestattet und mit WLan fast vollständig ans schnelle Internet angeschlossen.“ In der VG Wittlich-Land seien auch die Schulleitungen sind ausgestattet worden. „Das Land will nun darüber nachdenken, die Lehrer mit Geräten auszustatten, nachdem wir seit einem Jahr in einer Pandemie mit Home-Schooling leben.“ Der CDU-Kandidat aus der Eifel spart nicht mit Kritik an der Landesregierung aus SPD, Grünen und FDP: Das Land rede zudem von „kurzen Wegen, kurze Beine“. Gleichzeitig erstelle es aber eine Liste mit über 40 Schulen die geschlossen werden sollen, „um die Liste beim ersten „Gegenwind“ wieder einzukassieren.

Das Land redet von Stärkung der Krankenhäuser und ärztlicher Versorgung, sagt Junk, gleichzeitig entziehe es sich der Verantwortung und lasse kleine Häuser oder einzelne Abteilungen wie in Traben-­Trarbach, Neuerburg in der Eifel und die Geburtenstation Daun dicht machen. „Aber der Bund hat sich hier auch nicht so eingebracht, wie es nötig wäre. Insofern geht die Kritik nur teilweise zum Land.“

Abschließend, so Junk, rede das Land vom Radwegeausbau. In den letzten sieben Jahren sei dahingehend in der Region so gut wie nichts passiert. „In welchem Jahrzehnt sollen die Menschen denn die Radwege nutzen können? Also auch da gilt. Wenn das ein Schwerpunkt der politischen Arbeit ist, dann muss man es auch konsequent umsetzen.“

Unsere Zeitung hat Junk nach drei Themen gefragt, die er gerne im nächsten Landtag angehen würde. Der CDU-Kandidat nennt vier entscheidende Politikfelder für den nächsten Landtag. An erster Stelle steht „die Zukunft unserer Städte und Dörfer. Denn dort leben wir“. Dazu gehöre eine bessere Finanzausstattung der Kommunen, die längst überfällig sei, so Junk. „Ich verweise hier auf die wiederholt erfolgreichen Klagen mehrerer Kommunen vor dem Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz – nur so können wir vor Ort in unseren Städten und Dörfern noch etwas bewegen.“

„Bildung ist Zukunft“ heißt sein zweites Topthema: „Wir brauchen dringend eine bessere Bildungspolitik.“ Wenn eines in Zeiten von Corona deutlich geworden ist, so Junk, „dann ist es, dass das Land und insbesondere Frau Hubig als Bildungsministerin in diesen Bereich völlig den Kompass verloren haben. Zu behaupten, es sei während Corona nicht viel Unterricht ausgefallen, zieht jedem, auch den Lehrerinnen und Lehrern, die sich jeden Tag unter schwierigsten Voraussetzungen bemühen, den Boden unter den Füßen weg“.

Im Bereich „Infrastruktur und Mobilität“ möchte Junk in Mainz ebenfalls Akzente setzen: „Wir brauchen eine starke Wirtschaft, im Herzen Europas gute Rahmenbedingungen für unsere heimischen Betriebe. Das gilt für Industrie und Handwerk genauso wie für die Landwirtschaft und den Weinbau. Wir brauchen gute Verkehrsanbindungen.“ Das bedeute einen schnellen Ausbau der A 1 sowie der B50 neu, die Sanierung von Landesstraßen, aber keine weiteren Abstufungen von Straßen zu Lasten der Kommunen. „Und wir müssen unsere Mobilität, gerade auch im Hinblick auf Elektromobilität und Wasserstoff, insgesamt neu denken“, sagt der CDU-Kandidat.