1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Der 39. Weihnachtsmarkt in Bernkastel-Kues ist eröffnet (Fotos/Video)

Der 39. Weihnachtsmarkt in Bernkastel-Kues ist eröffnet (Fotos/Video)

In Bernkastel-Kues ist am Samstag der 39. Weihnachtsmarkt eröffnet worden.

Vorweihnachtsstimmung bei der Eröffnung des Weihnachtsmarkts. Die Straßen sind beleuchtet, die Schaufenster geschmückt, die Buden locken mit weihnachtlicher Dekoration und Geschenkideen. Dazu ziehen Düfte von Glühwein, Waffeln, Bratwurst und sonstigen Spezialitäten über den Markt. Die Altstadtsänger und die Wintricher Herrgottsspatzen singen dazu. Unter dem Rathausfenster am Bernkasteler Markt wehen die Fahnen, während die Jugendbläsergruppe des Musikvereins Longkamp das Gloria spielt.

Es ist kurz vor 17 Uhr, und auf dem Marktplatz wird es zunehmend enger. Kinderwagen werden in Position gebracht, Väter nehmen ihre Kinder auf die Schultern, Gruppen bewundern die Adventskalenderfenster und es werden Erinnerungsfotos geschossen. Zum 39. Mal findet der Weihnachtsmarkt jetzt in den Gassen der Altstadt statt, und er gehört zu einem der schönsten in ganz Deutschland. In den 45 Büdchen, die im Fachwerkstil gehalten sind, findet sich alles, was die Menschen in Weihnachtsstimmung versetzten kann. Kunstvoll geschnitzte Weihnachtsdekoration, Krippen und Krippenfiguren, Strickwaren, Tischdecken, Kerzen, Engel, Schneemänner, Lederwaren und Haushaltshelfer sind zu finden. Dazu gab es Spezialitäten, wie holländischen Käse mit Bockshornklee, Senf von der Cochemer Senfmühle, Schinken, Salami aus dem Elsass, getrocknete Früchte und selbstgemachte Bonbons und Spekulatius. Für den kleinen Hunger und Durst zwischendurch gibt es Flammkuchen, Crepes, Waffeln, Reibekuchen, Bratwurst, Glühwein, Punsch und Honigwein.

An den Buden haben die Händler immer noch Zeit für die Beratung und ein kleinen Schwätzchen. Dirk Hartmann aus Düsseldorf, der mit seiner Familie zum Weihnachtsmarkt gekommen war, gefällt der Markt sehr gut: "Es ist hier ein sehr abwechslungsreiches Angebot, und eine schöne Atmosphäre. Man kommt heute noch gut durch die Gassen und kann sich alles in Ruhe ansehen." Ähnlich sieht es Ilona Friedrichs. "Wir kommen regelmäßig zur Eröffnung des Weihnachtsmarkts mit den Kindern. Das ist für uns etwas ganz besonderes und läutet die Vorweihnachtszeit ein." Inzwischen kündigt sich auf dem Marktplatz hoher Besuch an.

Das Trommler- und Trompetencorps der "Landshuter Ritterschaft" geht der von zwei Pferden gezogenen Kutsche des Nikolaus voraus. Im braun-goldenen Mantel, mit Mitra und Bischofsstab, begrüßt er die kleinen und großen Besucher, verteilt Süßigkeiten und verspricht am 5. Dezember wieder zu kommen.

Für Frank Hoffmann, Vorsitzender des Werbekreises Bernkastel-Kues ist das ein erster Moment zum Durchatmen: "Wenn der Nikolaus mit den Pferden hier auf den engen Marktplatz einfährt, hält man schon immer die Luft an und hofft, dass nichts passiert. Aber wir haben einen tollen Kutscher, der das immer sehr gut macht", sagt er. Der Eröffnungsabend ist für ihn immer besonders schön, weil: "man dann das Ergebnis der Mühen der vergangenen zwei Wochen sieht, in denen man die Stadt auf den Kopf gestellt hat, was auch für die Anwohner eine Herausforderung ist, wenn sie beispielsweise eine Bude vor der Tür haben und wochenlang Weihnachtsmusik hören."

Weitere Höhepunkte des Bernkasteler Weihnachtsmarkts sind in diesem Jahr: Die Natureisbahn, die am Freitag, 25. November eröffnet wird. Dazu Hoffmann: "Für so eine kleine Stadt wie Bernkastel-Kues ist das schon eine tolle Sache, die wir gemeinsam mit unserem Partner, dem Alten Bahnhof Kues umsetzen können. Dann kommen am 3. Dezember die Taucher, die in diesem Jahr auch vom SWR begleitet werden. Der Nikolaus ist am 5. Dezember zu Gast, am 17. Dezember ist das Weihnachtsfeuerwerk, das von der Brücke abgeschossen wird. Zudem öffnet sich ab dem 1. Dezember jeden Tag ein Türchen des Adventskalenders auf dem Marktplatz, es gibt wieder die lebensgroße Krippe am Doppelkreuz und die Kooperation mit dem Weihnachtsmarkt in Traben-Trarbach wird fortgeführt. Man hat gemeinsam Werbung gemacht und es gibt einen kostenlosen Busshuttle zwischen Mühlheim und Burgen, so dass man beide Märkte besuchen kann. Wie die Polizei am Sonntag meldet, gab es keine besonderen Vorkommnisse.