Der Anfang ist gemacht

Mit dem Spatenstich für das gemeinsame Feuerwehrhaus der Wehren des Kirchspiels Kleinich ist nun auch der Weg geebnet für den geplanten Zusammenschluss.

Mit vereinten Kräften hat Kleinich das Startzeichen gegeben für den Bau des ersten gemeinsamen Feuerwehrhauses aller Ortsteile der Großgemeinde. Im Bild (von links): Architekt Norbert Schug, Horbruch, Kleinichs Wehrführer Frank Schößler, Verbandsbürgermeister Ulf Hangert, Wehrleiter Thomas Edringer, Ortsbürgermeister Burkhard Born und der für die Statik verantwortlich zeichnende Ingenieur Gerhard Mehn, Lieser. TV-Foto: Ursula Schmieder

Kleinich. Schneller als erwartet wird sich der Wunsch der Freiwilligen Feuerwehren des Kirchspiels Kleinich erfüllen. Mit dem Spatenstich für ein gemeinsames Feuerwehrhaus der Wehren Kleinich-Thalkleinich, Götzeroth-Ilsbach, Pilmeroth-Emmeroth und Fronhofen ist auch der Grundstein für ihren Zusammenschluss gelegt. Ortsbürgermeister Burkhard Born hört noch die Skeptiker, die bei ersten Gesprächen vor rund sechs Jahren von einem 20-Jahres-Projekt ausgegangen waren. Dass es mit dem Neubau nun doch so rasch ernst wird, sei der Unterstützung der Politik sowie der von Verbandsbürgermeister Ulf Hangert zu danken.Dieser sieht in dem Spatenstich ein besonderes Ereignis für die Wehren, aber auch für die Bürger, deren Sicherheit dies zugute komme. Vor allem sei der Bau aber vor dem Hintergrund zu begrüßen, dass der Brand- und Katastrophenschutz auf andere Beine gestellt werden müsse, verweist er auf Veränderungen wie den Bau der B 50 neu oder den Flughafen Hahn. Die Verwaltung gehe davon aus, dass bis zum Winter bereits mit dem Innenausbau in dem bis dahin wohl geschlossenen Gebäude begonnen werden könne. Allerdings wäre das ohne die ehrenamtliche Unterstützung der Feuerwehrkameraden nicht machbar, hebt Hangert hervor."Der Anfang ist gemacht", freut sich auch Verbandsgemeinde-Wehrleiter Thomas Edringer. Doch die größte Hürde sei vor Jahren genommen worden, erinnert er an die Anfänge. Denn so einfach wie sich das "aus Vier mach Eins" heute anhöre, sei das gar nicht gewesen. Wenn von Fusion oder Annäherung die Rede gewesen sei, sei man zeitweise auf wenig Gegenliebe gestoßen. Im Zuge des Einzugs moderner Technik sei dann jedoch erkannt worden, "dass man zusammenrücken muss". Den Zusammenschluss sieht er daher als große Chance. Und zwar nicht nur mit Blick auf die künftige Ausstattung, sondern auch unter dem Aspekt der Gewährleistung der Einsatzbereitschaft. Denn die Tatsache, dass immer mehr Wehrleute außerhalb arbeiteten, schränke die Leistungsfähigkeit der Wehren zwangsläufig ein.Die rasche Zuschussbewilligung aus Mainz ist laut Alex Licht (MdL) einzig dem Zusammenschluss der Wehren zu danken. Nach wie vor lägen Anträge in Höhe von 100 Millionen Euro "auf Halde". Folglich gehe der frühe Spatenstich auf das Konto der Wehren selbst. Hangert betont jedoch, dass die Verbandsgemeinde weiter festhalte am Konzept dezentraler Wehren. Dass ein Zusammenschluss im Einzelfall sinnvoll sein könne, stehe außer Frage: "Aber in der Breite brauchen wir die Dezentralität der Wehren."joa/bre