Der Anfang ist gemacht

MORBACH. Großes Publikumsinteresse an den Kelten und Römern: Bei ihrem jüngsten Treffen ließen die Direktion und der Förderverein des Achäologieparks Belginum bei Morbach das vergangene Jahr Revue passieren. Die bisherige Bilanz fiel positiv aus.

Man kann durchaus zufrieden sein mit der Entwicklung desArchäologieparks, so das allgemeine Echo derMitgliederversammlung des Fördervereins. In den ersten Monatenseit Eröffnung der Dauerausstellung im September 2002 kamen etwa6000 Besucher. Die Sonderausstellung zog weitere 5000 Gäste an.Die Direktorin Rosemarie Cordie geht davon aus, dass das Jahr2003 noch besser laufen werde. Dazu sei es aber notwendig, mehrWerbung zu betreiben. So will sie mehr auf die lokalen Schulenzugehen. Auch die Kooperation mit Universitäten und Museen sollweiter intensiviert werden. Aber ein Problem hat Belginum mit anderen Einrichtungen gemeinsam. Trotz des bereits 118 Mitglieder starken Fördervereins "Vicus Belginum" ist die Belastung der Mitarbeiter sehr hoch. Eine stärkere Entlastung durch ehrenamtliche Mitarbeiter wurde darum gefordert.

Neben dem Rückblick galt der Abend auch dem Ausblick auf das neue Jahr. 2003 steht neben dem Bau eines Spielplatzes im Bereich des alten Theaters vor allem die Rekonstruktion von Teilen des nahen Gräberfeldes an. Bisher hätten Besucher, die das Gräberfeld besichtigt hatten, enttäuscht festgestellt: "Da sieht man ja gar nichts!" "Dem muss abgeholfen werden", sagt Cordie.

Vorträge, Ausgrabungen und Führungen

Die Rekonstruktion soll Belginum dem Ziel eines Archäologieparks näher bringen, denn bislang stand der Aufbau der Dauerausstellung im Vordergrund. Allerdings betonte Bürgermeister Gregor Eibes, gleichzeitig auch Vorsitzender des Fördervereins, dass die Gestaltung des Außenbereichs abhängig ist von den Finanzmitteln der Gemeinde sowie von Zuschüssen. Für Besucher dürfte vor allem von Interesse sein, dass für dieses Jahr auch eine kleine Grabung direkt vor der Tür des Ausstellungsgebäudes geplant ist, Archäologie also hautnah erlebt werden kann.

Ausserdem stellte Cordie das neue Veranstaltungsprogramm vor. Am 18. Mai findet eine Museumsnacht mit keltischen Märchen statt. Jeden ersten Sonntag im Monat sind Führungen durch die Dauerausstellung mit bestimmten thematischen Schwerpunkten geplant. Am 6. April wird Cordie den Besuchern "Essen und Trinken in Belginum" vorstellen. Die Sonderausstellung zum Thema "Hatschi ... Pollen! - Blütenstaub in Medizin und Archäologie" wird am 27. Juni eröffnet. Diese wird im Oktober und November von mehreren Vorträgen begleitet.