Der Berufung gefolgt

Gleich zwei große Festtage konnte die Abtei Himmerod begehen: Zwei junge Männer ließen sich einkleiden, und wenig später legte Bruder Konrad Koch sein feierliches Gelübde ab. Solche Ereignisse sind gerade in heutiger Zeit von großer Bedeutung für ein Kloster, ist doch damit gleichzeitig eine innere und äußere Stärkung des Konventes verbunden.

Konrad Koch (Zweiter von rechts) beim Ablegen der Feierlichen Profess. Foto: privat

Großlittgen. (red) Eingekleidet wurden Stefan Müller und Jürgen Neidert, die damit ihr einjähriges Noviziat, eine Probezeit im Kloster, beginnen. Stefan Müller ist dem Kloster schon seit Kindheitstagen verbunden, unter anderem durch seinen Patenonkel Eduard Müller, langjähriger Pfarrer von Bettenfeld und Meerfeld, den er - und damit gleichzeitig auch Himmerod - häufig besuchte. Als diplomierter Geologe und Paläontologe führten ihn später Studien an den bei Himmerod gelegenen Backenbach immer wieder ins Kloster. Mit Stefan Müller, nunmehr Bruder Oliver, der seinem Leben schon vor einiger Zeit eine totale Wende gegeben hat, haben die Mitbrüder eine sehr vielseitige Kraft dazugewonnen.Relativ jung dagegen ist die Verbindung von Jürgen Neidert zur Abtei. Ihn hat besonders die tiefe Marienverehrung des heiligen Bernhard zu den Zisterziensern gezogen. Durch seine Ausbildung in einer Schneiderwerkstatt ist auch er eine tatkräftige Hilfe für die Mitbrüder. Außerordentlich festlich und ergreifend wurde das feierliche Gelübde von Bruder Konrad Koch von den Kirchenbesuchern empfunden. Ganz still wurde es im voll besetzten Kirchenschiff, als Bruder Konrad Gott, den Heiligen von Himmerod, dem Abt und dem Konvent "bis zum Tod Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam nach der Regel des heiligen Vaters Benedikt" gelobte. Mit Bruder Konrad, der an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken Betriebswirtschaft studierte und durch sein Berufsleben auch mit Wirtschaftsprüfungen vertraut ist, hat nun auch das Cellerariat des Klosters einen ausgewiesenen Fachmann dazugewonnen.