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Der Damm am Bernhardsweiher in Himmerod ist wieder funktionstüchtig

Natur : Damm am Himmeroder Bernhardsweiher wieder intakt

Neben den Fischweihern gibt es am Kloster Himmerod den Bernhards-Weiher, unterhalb des Ehrenfriedhofs. Beim Starkregenereignis im Juli ist sein Damm gebrochen. Trägerverein, Förderverein und Verbandsgemeinde haben den Schaden schnell behoben. Dabei wurde ein Biber gesichtet.

Die Bäume spiegeln sich im ruhigen Wasser des Bernhardsweihers. Nilgänse, Stockenten, Fischreiher und Kormorane sind hier heimisch. Im Wasser sind Karpfen, Welse und Hechte zu finden. Am Weiher läuft der Eifelsteig vorbei, bei Wanderern sehr beliebt. Einige Wochen war er an dieser Stelle jedoch nicht begehbar, denn der Damm des Bernhardsweihers beim Kloster Himmerod war zerstört.

Professor Reinhold Bohlen, Domkapitular und Rektor der Abteikirche Himmerod, berichtet: „In der Flutnacht vom 14. auf den 15 Juli ist der Damm des Bernhardsweihers gebrochen. Schon ein Stück weiter oberhalb hielt ein weiterer Damm den Wassermassen nicht stand und so ist das Wasser ungehindert weitergeflossen, und hat auch diesen Damm mitgerissen.“ Die meisten der Fische, die in diesem Teich lebten, waren nicht mehr zu retten. „In den Pfützen rundum haben einige überleben können“, so Bohlen. Der technische Leiter des Trägervereins Kloster Himmerod, Udo Kremer, hat bei den Arbeiten zur Wiederherstellung des Weihers eine sehr positive Überraschung erlebt. „Auf einmal war ein Wels in der Baggerschaufel. Das war bereits zwei Monate nach dem Bruch des Dammes und er hat immer noch gelebt. Es war ein sehr großes, beeindruckendes Exemplar, 1,50 Meter lang und 30 Zentimeter Durchmesser.“ Und: „Wir haben ihn dann wieder zurückgesetzt.“

Der Weiher ist etwa 8000 Quadratmeter groß und zwischen 1,20 und zwei Metern tief. Um das Naturdenkmal und den Eifelsteig wieder herzustellen, haben alle Beteiligten schnell gehandelt. Fritz Kohl, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, erklärt: „Uns war es wichtig, den Wanderweg schnell wieder herzustellen, denn Wanderer sind hier, gerade im Herbst, gerne unterwegs.“ Auch der Förderverein der Abtei Himmerod war gleich bereit, einen Teil der Kosten zu übernehmen. „Die Kosten lagen bei 15 000 Euro, die wir uns aufgeteilt haben. Der Weiher gehört zum Umfeld des Klosters“, so Dr. Thomas Simon, Vorsitzender. Der Trägerverein des Klosters Himmerod hat auch ein Drittel der Kosten übernommen, und die Arbeiten starteten zügig. „Dabei waren wir natürlich sehr froh, dass wir eine Firma gefunden haben, die so schnell mit den Arbeiten beginnen konnte“, sagt Professor Reinhold Bohlen. 200 Kubikmeter Boden mussten von der anderen Salmseite zum Weiher transportiert werden. Günter Weins von der Verbandsgemeindeverwaltung sagt: „Lagenweise wurde das Material hier aufeinandergeschichtet. Dabei wurde darauf geachtet, dass es ton- und lehmhaltig ist, denn es muss ja auch halten.“

Bei den Arbeiten ist auch ein weiterer Bewohner im Umfeld des Weihers gesichtet worden – ein Biber. „Das ist auch ein Zeichen, dass das Ökosystem hier in Ordnung ist. Wir haben die Information an das Biberzentrum Rheinland-Pfalz weitergegeben. Außer in Wittlich scheinen hier in der Verbandsgemeinde keine Bibervorkommen bekannt zu sein.“