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Der Einfluss der Mönche: Ausstellung endet bald

Der Einfluss der Mönche: Ausstellung endet bald

,,Reichtum durch Armut": So heißt die Ausstellung im alten Rathaus in Wittlich, die dem Aufstieg und Fall der Zisterzienserabtei Himmerod und deren Einfluss auf die Region gewidmet ist. Die Schau endet am 31. Januar.

Foto: (m_wil )
Foto: klaus kimmling (m_wil )
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Foto: klaus kimmling (m_wil )

Wittlich. Bauern, Geschäftsleute, Fischzüchter, Winzer, Händler: All das waren sie auch, die Mönche aus Himmerod. Und wer meint, sie hätten sich nur im Bereich ihrer Abtei wirtschaftlich betätigt, wird in der Wittlicher Ausstellung eines Besseren belehrt. Sie widmet sich nicht dem geistigen Vermächtnis der Zisterzienser, sondern deren Besitz. So gab es allerorten sogenannte Himmeroder Höfe, meist große Gutshäuser mit Besitztümern des Klosters, deren Mönche sich eben dem ,,Ora et labora", bete und arbeite, widmeten und sehr erfolgreich waren. Diese große wirtschaftliche Bedeutung des Klosters wollen Richard Hüttel und seine Frau Barbara Mikuda-Hüttel, die die seit September laufende Ausstellung konzipiert haben, zeigen. So wird daran erinnert, dass das Kloster bis kurz vor seiner Aufhebung 1802 mit rund 666 000 Rebstöcken zweitgrößter Weinbergsbesitzer im Kurfürstentum Trier war und 150 weit verstreute Liegenschaften besaß. Bewirtschafteten die Mönche diese Höfe anfangs noch selbst, wurden sie später oft verpachtet.
Bislang haben laut Jan Mußweiler, Pressesprecher der Stadtverwaltung, 1386 Menschen die Schau, zu der ein Rahmenprogramm gehört, besucht.
Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis samstags von 11 bis 17 Uhr, sonntags und feiertags von 14 bis 17 Uhr.