Der erste Schritt in Richtung Rom

Der Wunsch der Cusanus-Rompilger, nicht nur 14 Kreuzwegstationen nach Rom zu tragen, sondern auch einen dauerhaften, internationalen Cusanus-Pilgerweg einzurichten, ist Wirklichkeit geworden: Im Hof des St.-Nikolaus-Hospitales wurde die erste Kreuzwegstation aufgestellt.

Bernkastel-Kues. (mbl) Alle Stationen des internationalen Cusanus-Pilgerwegs sind entlang der Wegstrecke in verschiedenen Städten untergebracht. Die erste Station mit dem Titel "Jesus wird zum Tode verurteilt" wurde nach Bewilligung des Denkmalschutzes im Hof des St.-Nikolaus-Hospitales aufgestellt.

Erich Schwind, Vorsitzender des Fördervereins, und seine Vorstandskollegen Robert Sausen und Manfred Felten haben im Hof des St.-Nikolaus-Hospitales die erste Kreuzwegstation aufgestellt. Hier in Kues, dem Geburtsort des Cusanus, nimmt der internationale Cusanus-Pilgerweg seinen Anfang. 14 Stationen, die nun vollzählig ihren Platz gefunden haben, markieren den Weg von Kues nach Rom. Die erste Kreuzwegtafel ist in einem wetterfesten, mit Moselschiefer gedeckten Bildstock untergebracht, den Erich Schwind eigenhändig aus Eichenholz anfertigte. Er dankte den Firmen, durch deren Großzügigkeit die Realisierung möglich wurde. Die Kosten von 394 Euro trägt der Förderverein.

Oberhalb der Tafel ist der Kopf des Cusanus zu sehen. "Die Einheit in der Vielfalt" und "achten , was anderen heilig ist" — diese beiden Cusanus-Aussagen sind auf dem Bildstock zu lesen.

In Herzform gebundener Weinstock



Der in Herzform gebundene Weinstock mit Blättern aus Edelstahl erinnert an Christus, die äußere Form nimmt Bezug zu Cusanus' Herz, das unter einer Messingplatte vor dem Altar in der Stiftskapelle ruht. Eine Bodenabdeckung mit Schiefer aus dem Kueser Kardinalsberg wird noch angelegt. Die Weinblätter am Stock benennen im Uhrzeigersinn die Standorte der 14 Kreuzwegtafeln in Deutschland, Österreich und Italien, die den Pilgerweg markieren.

Der Förderverein "Cusanus-Rompilger" hat sich in seiner jüngsten Jahresversammlung neu formiert. Sein Ziel ist es, die touristische Seite des Pilgerweges in Gang zu bringen.