Der Frieden ist wieder weit weg

BERNKASTEL-KUES. (cb) Das dritte Workcamp "Goodwill Ambassadors" (Botschafter des guten Willens) sollte die Bande zwischen israelischen, polnische und deutschen Jugendlichen stärken. Der Krieg im Nahen Osten macht dies erst einmal unmöglich.

"Unterstützung des friedlichen Zusammenlebens innerhalb Europas und im Nahen Osten durch Jugend- und Kulturaustausch"; "Förderung der internationalen Völkerverständigung, Zusammenarbeit und Freundschaft" - so lauteten zwei der vielen Ziele, die mit dem dritten Workcamp "Goodwill Ambassadors" erreicht werden sollten. Das Treffen, an dem Jugendliche aus der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, der polnischen Partnergemeinde Otmuchow, sowie Juden und Araber aus Israel teilnehmen sollten, war für die Zeit vom 8. bis 22. August im Norden Israels terminiert. Dort sollten die Jugendlichen bei Ausgrabungen der vorchristlichen Hafenstadt Apolonia helfen. Die anhaltenden Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah haben diese Pläne natürlich zunichte gemacht. "Wir haben das Workcamp kurzfristig abgesagt", berichtet Initiatorin Renate Khoschlessan. Stattdessen wird die sowieso als Vorbereitung geplante deutsch-polnische Begegnungswoche ausgeweitet. Sie findet nun vom 4. bis 14. August statt. Damit können zumindest die Kontakte zwischen der VG Bernkastel-Kues und Otmuchow intensiviert werden. Die elf Tage sind angefüllt mit viel Programm. Die Teilnehmer erkunden die nähere und weitere Umgebung (Bernkastel-Kues, Trier, Traben-Trarbach, Luxemburg, Mayen, Erbeskopf, Bremmer Calmont). Auf dem Programm steht auch ein Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Hinzert und der dort neu eingerichteten Erinnerungs- und Informationsstätte.