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Der Hofladen des DRK-Sozialwerks ist in neue Räume umgezogen

Einkaufen beim DRK : Mehr Platz für alle Angebote – Hofladen ist in neue Räume gezogen

Der Hofladen des DRK-Sozialwerks ist in neue Räume umgezogen. Der Raum ist zwar größer als der bisherigen Laden, aber nur eine Notlösung.

(urs)  Selbst Stammkunden des Cusanus-Hofguts auf dem Kueser Plateau dürften überrascht sein. Der Hofladen des DRK-Sozialwerks (siehe Info) ist binnen weniger Tage umgezogen: in das ehemalige Café Reiterstübchen direkt gegenüber. Dort stehen nun mehr als 150 statt bisher etwa 20 Quadratmeter zur Verfügung. Mitarbeiter und Kunden können daher jetzt locker die wegen der Coronpandemie empfohlenen zwei Meter Abstand einhalten. Im bisherigen Laden war das nur mit größter Umsicht aller Beteiligten möglich. Als weitere Sicherheitsvorkehrungen werden Kunden ab sofort bedient und sie können mehrere Ein- und Ausgänge nutzen. In den Hofladen hinein geht es über eine Treppe oder über eine Rampe rechts daneben – hinaus über eine Tür im hinteren Bereich.

Die Idee, den Laden im Reiterstübchen einzurichten, ist seit Jahren immer mal wieder im Gespräch. Ursprünglich war das sogar so geplant, was die für eine gastronomische Nutzung der Räume fehlende Küche erklärt. Volker Emmrich, Leiter der Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) und des Cusanus-Hofguts, spricht aber dennoch von einer vorläufigen „Notlösung“. Denn der neue Standort berge auch Nachteile für den Hofladen. So etwa den, dass er weiter entfernt ist von Gärtnerei und Gewächshaus. Und das bedeutet auch längere Wege für Kunden wie für Beschäftigte. Dass es bisher am Laden vorbei in die Gärtnerei ging, garantierte auch ein „Einkaufserlebnis“, weiß Stefan Beringhoff, Abteilungsleiter Gartenbau. Und das falle nun erst einmal weg, bedauert der Gärtnermeister. Andererseits könnten die Beschäftigten nun aber ungestörter arbeiten. So schauten Kunden manchmal nur rein wegen Tipps für den eigenen Garten. Das sei zwar nicht zu verkennen, sieht Beringhoff das durchaus positiv. Doch letztlich bedeute weniger Publikumsverkehr auch ein geringeres Unfallrisiko.

Der entscheidende Vorteil des neuen Ladens ist aber, dass Personal und Kunden ausreichend Abstand einhalten können, betont Erika Hayer vom Sozialen Dienst. Anders ist aber auch, dass in der Gärtnerei und dem neuerdings auch über Mittag geöffneten Hofladen derzeit ausschließlich hauptamtliche Mitarbeiter anpacken. Fast 600 Beschäftigte, die ganzjährig dort wie in den DRK-Werkstätten arbeiten und teils auch in Wohnheimen des DRK leben, dürfen das seit 23. März nicht mehr. Die Entscheidung des Ministeriums zum Schutz der besonders gefährdeten Risikogruppe stellt sie vor zusätzliche Herausforderungen. Angestellte aus anderen Abteilungen versuchen zwar, Gartenbau und Montageabteilungen am Laufen zu halten. Während das für sie teils Neuland ist, vermissen die freigestellten Beschäftigten bisherige Aufgaben und Kontakte. Für Wohnheimbewohner kommt zudem die aktuelle Enge dort hinzu.