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Der Internet-Ausbau geht voran: Allerdings auf unterschiedliche Weise

Meinung: Internet-Ausbau : Hauptsache, es geht voran!

Der Ausbau des Internets nimmt Tempo auf. Das geschieht auf unterschiedliche Arten und sorgt vielleicht manchmal für Verwirrung.

Das Ziel ist überall dasselbe, die Wege hingegen sind unterschiedlich. Schnelles Internet, am besten mit der maximal möglichen Bandbreite von 1000 MBit pro Sekunde flächendeckend in Deutschland - das ist das Ziel. Filme in 4K-Qualität schauen, während der Sohn im Internet surft, die Tochter über Internet telefoniert und im Hintergrund der Home-Office-Rechner ein Update herunterlädt. Das sollte schnell zur Selbstverständlichkeit werden.

Die Wege dahin sind allerdings unterschiedlich. Bei manchem Bürger stand in den vergangenen Wochen ein Vertreter einer Telekommunikationsgesellschaft vor der Tür und machte ihm ein Angebot für einen Glasfaseranschluss - so zum Beispiel in Veldenz oder Maring-Noviand.

Kommen ausreichend Aufträge zusammen, kann der Anbieter die Bautrupps anrollen lassen - das Projekt trägt sich wirtschaftlich. Aber in manchen eher entlegenen Dörfern kam bisher noch kein Vertreter vorbei und es wird auch in Zukunft keiner kommen, weil von vornherein absehbar ist, dass es sich dort wirtschaftlich nicht rechnet.

Für diese Fälle ist das „Graue Flecken“-Programm gedacht, das entsprechende Subventionen bereitstellt, um auch in solchen Gebieten schnelles Internet zu ermöglichen. Um diesen Vorgang zu vereinfachen, übertragen die Kommunen diese Arbeit an den Landkreis. Dieser kann dann über die gesamte Fläche die Gebiete festlegen, die nacheinander abgearbeitet werden, um sie zeitgemäß mit Internet zu versorgen. Schlussendlich wird jeder drankommen, auch wenn das Verfahren selbst auf den ersten Blick etwas unübersichtlich ist. Hauptsache, es geht voran.

hp.linz@volksfreund.de