Der Kirchenmaler und der Zauber des Augenblicks

Der Kirchenmaler und der Zauber des Augenblicks

Hermann Humbert hat Kirchen in Hunsrück, Eifel und an der Mosel ausgemalt. Im Holzmuseum in Weiperath sind nun in seiner Sonderausstellung 18 Werke des Morbacher Künstlers zu sehen.

Weiperath. Magie der Heimat- so heißt die neue Sonderausstellung des Weiperather Holzmuseums, die dem 1956 verstorbenen Morbacher Kirchenmaler Hermann Humpert gewidmet ist. Bis März 2014 sind 18 Werke von Humpert zu sehen.
Darunter befinden sich Holzschnitte mit kirchlichen Motiven sowie Landschaftsgemälde mit Motiven aus dem Hunsrück, beispielsweise der Burgruine Baldenau, der Heinzerather Kirche oder dem Bau der Hunsrückhöhenstraße.
Umrahmt wird die Ausstellung mit Zitaten des Sohnes des Morbacher Kirchenmalers, der ebenfalls Hermann Humpert hieß.
Einen weiteren Raum hat das Team des Holzmuseums als eine Art Kapelle gestaltet. Hier sind bisher sieben Entwürfe ausgestellt, nach denen Humpert die jeweilige Kirche ausschmückte. Insgesamt 67 Kirchen im Hunsrück, in der Eifel und an der Mosel hat Humpert ausgemalt, informiert Museumschef Michael Pinter.
Eine Besonderheit der Ausstellung ist eine Hörbox. Besucher können sich darin niederlassen und erfahren in einem dreieinhalb Minuten langen Beitrag Einzelheiten über den Morbacher Kirchenmaler. "Humpert war ein Augenöffner für die Wunder der Heimat", sagte Pinter bei der Eröffnung der Sonderausstellung. "Ein Zauber des Augenblicks hebt das Grau des Alltags auf und verströmt Magie, die es wahrzunehmen gilt", forderte Pinter die 80 Gäste bei der Eröffnung zur aufmerksamen Betrachtung der Ausstellungsstücke von Humpert auf.
Unter den Besuchern der feierlichen Ausstellungseröffnung waren auch mehrere Mitglieder der Familie Humpert, die zum Teil aus der Schweiz angereist waren. cst

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