Der Klassenraum als große Küche

Die Schüler der dritten Klasse der Grundschule in Mülheim haben an dem Projekt "Ernährungsführerschein" des aid-infodienstes teilgenommen. Einmal pro Woche wurde im Klassenzimmer selbst gekocht.

Mülheim. (red) Sechs Wochen lang verwandelte sich jeden Mittwoch für 90 Minuten der Klassenraum des dritten Schuljahres der Grundschule Mülheim in eine große Küche. Die Gesundheitspädagogin Tanja Fehres aus Maring-Noviand vermittelte den interessierten Schülerinnen und Schülern die notwendigen theoretischen und praktischen Grundlagen zum Erwerb des "aid-Ernährungsführerscheins". Der aid-infodienst (Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) ist ein gemeinnütziger Verein, der allen Verbrauchern Hilfe bei Fragen zu Ernährung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft anbietet. Der aid-Ernährungsführerschein vermittelt Handlungskompetenzen, stärkt das soziale Miteinander und motiviert Jungen und Mädchen, sich frühzeitig an einer bewussten Ernährung zu orientieren. Der aid-infodienst hat das didaktische Konzept entwickelt und gemeinsam mit Lehrkräften und einem Ernährungszentrum in dritten Schulklassen erprobt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert. Im gesamten Projekt stehen das Üben von praktischen Fähigkeiten, die Förderung des sozialen Miteinanders, der Spaß am Selbermachen mit nachfolgendem Verkosten sowie das Lernen mit allen Sinnen im Vordergrund. Mit einem Grundstock an Rezepten können die Kinder zu Hause ihre erlernten Fertigkeiten weiter entwickeln.Für die Schulen ist das Projekt kostenlos. Die Eltern tragen lediglich die Kosten von etwa drei Euro für die benötigten Rezeptzutaten. Die Eltern sind im Vorfeld in die Aktion eingebunden. In Mülheim waren sie auch zur Abschluss-Veranstaltung eingeladen, bei der die Kinder das Erlernte in die Praxis umsetzten und auch stolz ihre "Ernährungsführerscheine" in Empfang nahmen.