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Der Klausener Eberhardsmarkt war gut besucht. Die Auflagen waren hoch.

Klausener Eberhardsmarkt mit hohen Auflagen : Geglücktes Pilotprojekt

Frohe Besucher und zufriedene Standbetreiber und Veranstalter – beim Klausener Eberhardsmarkt freuten sich alle.

Endlich mal wieder ein Straßenmarkt in der Region. Nach der coronabedingten Pause bescherte das allein dem Klausener Eberhardsmarkt, einem beliebten Krammarkt, viele Besucher. Dennoch war dieses Mal natürlich alles anders als in den 45 Jahren zuvor. Denn die Auflagen zum Schutz vor Infektionen waren hoch. So mussten Stände nicht nur auf Distanz zu ihren Nachbarn gehen, sondern zu denen gegenüber sogar acht Meter Abstand einhalten. Da das entlang von Straßen kaum möglich ist, säumten sie einseitig die Straße. Dass dennoch 40 bis 50 Stände Platz fanden, und damit ähnlich viele wie bisher, ermöglichte eine miteinbezogene Fläche ganz in der Nähe.

„Der Markt gehöre nun einmal „um die Kirche“, kommentierte Gerd Esch, der ihn für die Ortsgemeinde mit organisiert und selbst als Standbetreiber dabei ist. Nachdem die Planung dieses Mal mit besonders viel Aufwand verbunden war (der Volksfreund berichtete), ist er froh, dass das „Pilotprojekt“ eines Straßenmarktes in Zeiten von Corona glückte. Immerhin seien 32 Seiten Vorgaben umzusetzen gewesen, und eine Kontrollstelle, die die Besucher zähle, sei auch eingerichtet. Auf Wunsch von Ortsbürgermeister Alois Meyer werde dieses Mal aber nur ein „moderates“ Standgeld erhoben, das lediglich die Kosten der Gemeinde decken soll.

Standbetreiber wie Reiner Bär aus Pirmasens sind den Veranstaltern dankbar für ihren Einsatz. Er sei froh, endlich wieder verkaufen zu können, betonte Bär: „Und dass mal jemand den Mut hat, die Händler hier stehen zu lassen“, lobte er die gute Organisation wie die vernünftigen Besucher, die sich an die Vorgaben hielten. Begeistert dabei – wie schon seit Jahrzehnten – war auch Horst Stendebach aus dem Westerwald: „Das sind tolle Menschen hier, und der Bürgermeister und die Veranstalter geben sich sehr viel Mühe.“ Winzer Dirk Marmann aus Schweich ist schon deshalb immer wieder mit dabei, weil er aus dem Ort stammt. Es sei ihm wichtig, den Kontakt ins Dorf zu halten. „Froh, dass es weiter geht“, ist Diethard Fuchs, Gewürzhändler aus Klausen. Die vergangenen Monate seien schwer gewesen. Denn Märkte seien sein Haupteinkommen. Da er auch selbst Märkte veranstaltet, hofft er nun, das Klausener Konzept auch andernorts umsetzen zu können.

Sichtlich froh und zufrieden schlenderten auch Besucher über den Markt, bei dem es Wäsche und handgearbeitete Schuhe ebenso gab wie Pfannen und Reinigungsmittel, gebrannte Mandeln und Luftballons. Andreas Barbeln, ein gebürtiger Klausener, liebt die Atmosphäre der Märkte seines Heimatortes sehr. Und der Eberhardsmarkt sei nun mal Tradition. Daher sei es auch immer wieder schön, herzukommen, um „etwas zu essen, nach Kleidung zu schauen und ein Weinchen zu trinken“.

Ebenfalls zufrieden äußerte sich Dennis Junk, Bürgermeister der VG Wittlich-Land: „Wir sind froh, dass wir es gemeinsam hinbekommen haben, diesen Markt durchzuführen.“ Damit kehre auch ein Stück weit Normalität zurück. Unterstützung erhielten die Organisatoren von der Politik. Für die Verantwortlichen vor Ort sei es eine große Herausforderung gewesen, den Interessen aller gerecht zu werden, zollte ihnen der Bundestagsabgeordneter Patrick Schnieder Respekt.