Der Kreis macht sich fit für den Winter

Der Kreis macht sich fit für den Winter

Die Straßenmeistereien und Bauhöfe der Region haben sich auf die kalte Jahreszeit vorbereitet. Die Winterdienste haben nicht nur volle Salzlager, sondern zum Teil auch Reserven bei ihren Lieferanten gesichert.

Wittlich/Bernkastel-Kues/Morbach. 800 Tonnen lagern in Wittlich, weitere 800 Tonnen in Salmtal: Das Salzlager der Masterstraßenmeisterei (MSM) in Wittlich ist gefüllt. Nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) sind in ganz Rheinland-Pfalz bis heute die Salzlager für den anstehenden Winter aufgefüllt worden.
"Wie lange diese Vorräte reichen, kann man aber nicht sagen", erklärt Ralf Kaspari von der MSM. Es habe bereits Winter gegeben, in denen die 1600 Tonnen genug waren. In Wintern wie im letzten Jahr kann so viel Salz jedoch innerhalb von Wochen aufgebraucht sein.
Im vergangenen Jahr hat der LBM Trier, der auch für den Kreis Bernkastel-Wittlich zuständig ist, insgesamt 21 658 Tonnen Salz auf den Straßen der Region verstreut.
150 Tonnen Salz im Bauhof



Außer dem LBM und den Straßenmeistereien müssen sich auch die Städte um den Winterdient kümmern. So hat Wittlich nach Angaben von Pressesprecher Ulrich Jacoby im vergangenen Jahr 380 Tonnen Streusalz verbraucht. "Derzeit haben wir 150 Tonnen im Bauhof eingelagert", sagt Jacoby. Weitere 200 Tonnen seien beim Lieferanten speziell für die Stadt eingelagert. Damit es in diesem Winter nicht wieder zu Lieferengpässen kommt, hat die Wittlicher Verwaltung ein externes Salzlager eingerichtet, zu dem nur die Stadt Zugriff hat.
Der Bauhof der Gemeinde Morbach hat im vergangenen Winter mit seiner Kolonne etwa 200 Tonnen Salz auf den Hunsrückstraßen verstreut. "Momentan haben wir 120 Tonnen in den Silos gelagert", erklärt Reinhard Sonntag vom Bauhof.
In seinem Zuständigkeitsbereich liegen 70 Straßenkilometer, 12 000 Quadratmeter Parkfläche sowie Gewege und Plätze vor verschiedenen Gebäuden.
An der Strategie hat sich auch nach dem heftigen Winter 2010/2011 nicht viel geändert: "Wir haben nur wegen Streusalzknappheit in den letzten Jahren zusätzlich 100 Tonnen Salz beim Lieferanten gelagert", sagt Sonntag. Knackpunkte für den Morbacher Winterdienst seien vor allem starke Schneefälle und Blitzeis, denn: "Wir können nicht überall zur gleichen Zeit räumen."
An der Mosel wurde weniger Streusalz verbraucht als im Hunsrück, auch wenn hier die anhaltenden Schneefälle das Freihalten der Straßen erschwert haben.
Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs von Bernkastel-Kues haben im vergangenen Winter 120 Tonnen auf den 150 Straßenkilometern verstreut, die im Zuständigkeitsbereich der Stadt liegen.
An der Mosel sind bislang 50 Tonnen Salz eingelagert - und damit ist das Lager auch voll. "Erst, wenn 25 Tonnen verbraucht sind, können wir mehr Salz bestellen", sagt Markus Ruf, Leiter des Bauhofs.
"Wenn sich die Autofahrer erst einmal an die Situation gewöhnt haben, geht es auch mit etwas weniger Salz", weiß Bauhofleiter Ruf aus Erfahrung.Extra

M+S-Reifen (Matsch-und-Schnee-Reifen), umgangssprachlich Winterreifen genannt, sind seit Oktober 2010 dann vorgeschrieben, wenn die Fahrzeuge laut Straßenverkehrsordnung "bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte" unterwegs sind. Wer bei solchen Verhältnissen mit Sommerreifen von einer Polizeikontrolle erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 40 Euro rechnen. Behindert man mit seinem Fahrzeug deswegen den Verkehr, erhöht sich das Bußgeld auf 80 Euro. Wer bei Schnee und Eis gar nicht fährt, muss sein Auto allerdings auch nicht umrüsten. Ist die Straße trocken und weder von Schnee oder Eis bedeckt, sind Winterreifen keine Pflicht. Und auch ein im Schnee parkendes Auto muss keine Winterreifen tragen, solange es nicht bewegt wird. alo