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Der Kreisverband Bernkastel-Wittlich wählt neues Präsidium

Deutsches Rotes Kreuz : Der Kreisverband hat ein neues Gesicht

Tätigkeitsberichte, Wahlen und ein Ausblick in die Zukunft waren bei der Kreisversammlung des Deutschen Roten Kreuzes Thema.

Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes kann beeindruckende Zahlen vorweisen: neun Ortsverbände, über 300 ehrenamtliche Helfer, 100 Jugendliche aktive Mitglieder. Die Notfallnachsorge ist mit 23 Helfern täglich einsatzbereit, die Wasserwacht hat 62 Helfer, sowie sieben Schwimmhelfer. Die First Responder sind inzwischen in 36 Orten vertreten, das Kreisauskunftsbüro mit sieben Helfern. Das ist der ehrenamtliche Bereich.

In Hetzerath waren die Mitglieder zur Kreisversammlung eingeladen, die alle fünf Jahre stattfindet, und bei der Tätigkeitsberichte, Wahlen und ein Ausblick in die Zukunft auf der Tagesordnung standen.

Etwa 150 Mitglieder waren gekommen – Vertreter des Landes- und des Bezirksverbands, sowie ehemalige Präsidiumsmitglieder, darunter der ehemalige Präsident Walter Densborn und der ehemalige Kreisgeschäftsführer Hans-Werner Steffen.

Der Geschäftsführer Carsten Berg nannte weitere Beispiele für den Generationswechsel. „Die Leitung der KFZ-Werkstatt bekam nach 16 Jahren ein neues Gesicht, die stellvertretende Pflegedienstleitung, der Hausmeister, die ,Mutter der Sozialstation’, sowie die Sekretärin, gingen in den Ruhestand“, erklärte er. Weiter sagt Geschäftsführer Carsten Berg: „Der Kreisverband hat sein Gesicht verändert, aber sein Gesicht nicht verloren!“

Bei den Aufgaben war weiterhin die Flüchtlingskrise ein beherrschendes Thema, auch wenn die Afa zwischenzeitlich geschlossen wurde, ging es um Bleibeperspektiven, Sprache, Ausbildung und Arbeit.

Finanziert werden die Ausgaben des Roten Kreuzes, durch die Mitgliedsbeiträge der 5800 Fördermitglieder, den Menueservice und die Hausnotrufe. Es gibt momentan etwa 850 Hausnotrufkunden, das ist eine Steigerung um etwa 50 Prozent in den vergangenen fünf Jahren.

Zu den Zahlen erklärte Carsten Berg: „Der Kreisverband hat in den letzten Jahren durchschnittlich einen Gewinn von 300 000 Euro erwirtschaftet. Für 2018 ist sogar eine Steigerung auf 400 000 Euro wahrscheinlich. Diese Ergebnisse sind jedoch auch notwendig, denn wir übernehmen beispielsweise die Kosten für die Sanitäter- und Helfergrundausbildung und haben zwei Anhänger angeschafft, die schon ohne Inhalt 45 000 Euro gekostet haben.

Anschließend kam er zu den Tochtergesellschaften, der Behindertenhilfe, dem Sozialwerk, dem Rettungsdient und dem Bildungwerk und konnte auch hier Positives berichten. Die Tagespflege konnte ihre Auslastung von 70 auf 100 Prozent steigern, das bedeutet, dass 18 Tagespflegegäste betreut werden. Der Fuhrpark im Behindertenfahrdienst, der 80 Fahrzeuge umfasst, 71 Routen und 2,1 Millionen Kilometer pro Jahr fährt, muss modernisiert werden. In die KFZ-Werkstatt ist investiert worden – vor allem in die Ausstattung.

Im Sozialwerk arbeiten 600 Menschen mit Behinderung in speziellen Werkstätten. Zudem gibt es sechs Wohnheimstandorte in denen 160 Menschen mit Behinderung untergebracht und versorgt werden. Zudem gibt es Anlaufstellen für ambulante Hilfen und zwei integrative Kindergärten. Im Rettungsdienst sind zehn Rettungswachen rund um die Uhr besetzt, davon sechs in Bernkastel-Wittlich. 2017/2018 wurde in Bernkastel-Andel für 2,2 Millionen eine neue Rettungswache gebaut.

Und auch für die Zukunft ist viel geplant: Für die kommenden Jahre will der Kreisverband enger mit den Tochtergesellschaften zusammenarbeiten, beispielsweise beim Personal, der EDV und der Buchhaltung.

Außerdem der Wunsch: Man will St. Paul weiterentwickeln und dort präsent sein. Zudem soll ein mögliches neues Projekt „Betreutes Wohnen in Hetzerath“ angegangen werden. Der Kreisverband will auch die KFZ-Werkstatt neu bauen oder andere Räume suchen und eine neue Stelle Öffentlichkeitsarbeit schaffen.