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Der Malborner Kindergarten muss erneut vergrößert werden. Die Zeit wird knapp.

Die Zeit drängt : Malborner Kindergarten muss erneut erweitert werden

Die Kita in dem Hochwalddorf soll vier Jahre nach der jüngsten Erweiterung erneut vergrößert werden. Die Planung dazu ist noch in den Anfängen.

Die Bewohner der Ortsgemeinde Malborn sind offenbar mit Kinder gesegnet. Was dazu führt, dass die vorhandene Infrastruktur nicht mehr ausreicht. Denn die Kindertagesstätte MaThi der Ortsgemeinde, die laut Ortsbürgermeisterin Petra-Claudia Hogh 1442 Einwohner zählt, ist mit 65 Kindern in drei Gruppen nicht nur komplett belegt. Nach dem Ende der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie soll eine weitere Gruppe mit 25 Kindern hinzukommen, so dass dann 90 Jungen und Mädchen den Kindergarten besuchen. „Wir sind ein schnell wachsendes Dorf“, sagt sie und verweist auf ein geplantes Neubaugebiet in Thiergarten, für das schon einige Anfragen von jungen Familien vorliegen. Das Problem: Die Kindertagesstätte ist für diese große Anzahl an Kindern nicht ausgelegt und muss erweitert werden. Das betrifft nicht nur Gruppen- und Ruheräume für die Kinder, sondern auch die Küche und die Sanitärräume, die ebenfalls für so viele Personen nicht ausgelegt und zu eng sind. Hinzu kommen notwendige Sozialräume für das Erzieher-Team, das dann von neun auf 14 Kräfte erweitert wird, auch wegen eines zusätzlichen Anspruchs der Kinder auf Ganztagsbetreuung. Zudem ist ein Speiseraum für 90 Personen notwendig, sagt Ina Schmidt, Leiterin der Kita.

Doch wie kann die Einrichtung erweitert werden? Eine zusätzliche Etage obendrauf zu setzen, gebe die Statik des Gebäudes nicht her, sagt die Ortsbürgermeisterin. Also muss ein weiterer Anbau her. Doch wo die Erweiterung platziert werden kann, wie viel diese kostet und wann sie in Betrieb genommen werden kann, ist noch unklar. „Wir brauchen für Pläne und Genehmigungen etwa ein Jahr und rund ein Jahr Bauzeit“, sagt Hogh. Was bedeutet, dass der neue Trakt frühestens im Sommer 2022 bezogen werden kann. Erste Gespräche hätten schon stattgefunden. Vorher stellt sich die Frage, wo die zusätzliche Gruppe mit 25 Jungen und Mädchen untergebracht werden kann.

Da kommt wieder die wenige Meter entfernte Steinkopfhalle ins Spiel. Sie war bereits während der jüngsten Bauarbeiten im jetzigen Kita-Gebäude 2016 und 2017 Unterkunft der Malborner Jungen und Mädchen. Damals musste die Einrichtung für 720 000 Euro erweitert werden, um genügend Plätze für Kinder ab einem Jahr anbieten zu können. Zuvor war das Gebäude 2008 im Rahmen einer kleinen Lösung für 534 000 Euro saniert worden. Damals hatte man gemeint, dass das ausreiche, was sich dann aber aufgrund der gestiegenen gesetzlichen Anforderungen und des gewachsenen Bedarfs als Irrtum herausgestellt hatte.

Für eine vierte Gruppe besteht im vorderen Teil der Steinkopfhalle bereits eine vorläufige Betriebserlaubnis bis 2021. Diese müsse mindestens bis Dezember 2022 verlängert werden, sagt Hogh. Doch soll die Steinkopfhalle keine Dauerlösung werden. Hogh: „Dafür ist sie nicht gedacht, und wir würden dafür auch keine Genehmigung erhalten.“