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Wein-Nachts-Markt: Der Markt darf kein Fass ohne Boden sein

Wein-Nachts-Markt : Der Markt darf kein Fass ohne Boden sein

Werden potenzielle Wein-Nachts-Markt Besucher von einer Eintrittsgebühr abgeschreckt, oder werden die Gäste dann weniger kaufen? Einige sicher, aber damit werden die Stadt Traben-Trarbach, die Brückeneigentümer und die Standbetreiber leben können.

Auf lange Sicht werden sie wahrscheinlich sogar profitieren. Denn nur durch diese Eintrittsgelder wird die chronisch klamme Stadt den Markt weiterentwickeln und am auskömmlichen Leben erhalten können. Ohne diese Aussicht würde sie jedes Jahr vor einer Gratwanderung stehen. Denn eines ist sicher: Die Kosten werden steigen. Man denke nur an die Sicherheitsauflagen. Ohne eine Gegenfinanzierung werden die Organisatoren irgendwann feststellen, dass der Aufwand nicht mehr lohnt. Traben-Trarbach hat viele Baustellen. Auch die müssen bedient sein. Der Wein-Nachts-Markt ist ein Zugpferd, doch darf er für die Stadt kein Fass ohne Boden sein. Zu bedenken ist auch: Büßt die Veranstaltung an Attraktivität ein, verliert nicht nur die Stadt. Auch Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel sind dann Verlierer.

mosel@volksfreund.de