Der Nachwuchs hat den Bogen raus

Auch wenn die weihnachtlichen Klänge verhallt sind und die Erinnerungen an das wunderschöne Weihnachtskonzert des Gymnasiums Traben-Trarbach verblassen, bleibt der Stolz über den ersten erfolgreichen Auftritt des jüngsten musikalischen Nachwuchses dieser Schule.

Traben-Trarbach. So wie in den vergangenen Jahren haben im Sommer 2013 fünf Schulanfänger des Gymnasiums mit der Ausbildung an einem Streichinstrument begonnen. Die Kooperation mit der Musikschule des Landkreises ermöglicht den Unterricht eines Lehreres der Musikschule in der Schule. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, die allgemeine schulische Ausbildung mit dem Erlernen eines Instrumentes ohne zusätzlichen Aufwand zu verbinden. Die instrumentalen Fertigkeiten und Kenntnisse der Schüler werden dann in einer schulischen Arbeitsgemeinschaft so gefördert, dass eine problemlose Mitwirkung im großen Streichorchester gewährleistet ist.
Den Erfolg dieser Bemühungen konnten die Gäste beim jüngsten Weihnachtskonzert hören. Nach nur vier Monaten der Ausbildung spielten diese Schüler Musikstücke von Barock bis Spätromantik mit. Literatur des deutschen Komponisten Georg Philipp Telemann oder des italienischen Opernkomponisten Mascagni brachten, den Schülern zunächst gehörigen Respekt ein. Doch die jungen Geiger nahmen ihre Stimme gelassen (wenn auch mit überspieltem Lampenfieber). Die besonderen Herausforderungen waren nicht nur die Beherrschung ihrer bisherigen instrumentalen Fähigkeiten, sondern auch das Hören und Einordnen in einen großen und ungewohnten Klangkörper. Das haben sie mit Bravour gemeistert.
Die Voraussetzung dieser scheinbar mühelosen Integration in das Orchester liegt in der Herausgabe individueller Noten. Der Leiter des Streichorchesters am Gymnasium Traben-Trarbach, Wolfgang Fink, schreibt für jeden Nachwuchsspieler eine eigene Stimme, so dass jeder von Anfang an das Gefühl hat, spielerisch hineinzuwachsen und ein wichtiger Teil des gesamten Klangs zu sein.
Diese Nachwuchsarbeit führte in den vergangenen Schuljahren auch zur Heranbildung junger Cellisten. Diese muss Wolfgang Fink aber noch selbst ausbilden, denn die Zahl der Interessenten ist noch zu klein für einen eigenen Lehrer der Musikschule.
Die gesamte Nachwuchsarbeit und Konzerttätigkeit setzt aber auch erfahrene und fortgeschrittene Schüler voraus.
Das Streichorchester freut sich sehr über eine große und gut ausgebildete Stammmannschaft. Auch hier ist die Musikschule Garant für das hohe musikalische Ausbildungsniveau. Dadurch sind Auftritte ganz unterschiedlicher Art möglich, zum Beispiel solistisch in Gottesdiensten der verschiedenen Pfarreien, öffentliche Konzerte, Ständchen im Altenheim oder Auftritte bei schulischen Feiern.
Jetzt schauen die Schule und das Streichorchester erwartungsvoll auf den Tag der offenen Tür am 29. Januar, wenn wieder neue interessierte Schüler kommen, um in die instrumentalen Fußstapfen zu treten. red