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Der Nächste bitte: Neuer Laden auf Zeit

Der Nächste bitte: Neuer Laden auf Zeit

Wittlich unterstützt Menschen bei der Umsetzung neuer Geschäftsideen: Der innovative Pop-up-Laden gehört zum Alwin-Projekt, das Leerstände beleben will. Jetzt öffnet das nächste Projekt auf Zeit, ein Trendstore für Jeans.

Leerstand, nein danke! Das ist leicht gesagt, doch in für den Einzelhandel teils schwierigen Zeiten nicht einfach umzusetzen. In Wittlich wird mit dem Projekt Alwin versucht, Geschäftsaufgaben ohne Nachfolger gegenzusteuern. Alwin bedeutet: Aktives Leerstandsmanagement Wittlicher Innenstadt. Das Starthilfe-Projekt will seit 2016 Geschäftsideen aus den Bereichen Handel, Handwerk, Gastronomie oder Kreativwirtschaft in Wittlichs Altstadt unkonventionell möglich machen. Betreut wird es unter anderem von Katrin Schade und Rainer Wener, Wirtschaftsförderung bei der Stadtverwaltung, sowie Eigentümern und Geschäftsleuten (der TV berichtete mehrfach).

Jüngstes Projekt: der Pop-up-Laden in der Trierer Straße/Pariser Platz, wo soeben die Premiere mit dem Männerladen der Firma Bungert für sechs Wochen ein Ende findet. Nachfolger ab sofort ist Matthias Seidel von Seidel's Mode am Markt. Er öffnet bis 30. Juni den "Fashion Trendstore" mit Jeans und Streetwear für Jugendliche und junge Erwachsene.

Er erläutert: "Damit können wir neue Marken testen. Und ich habe mich sehr gefreut, dass Bungert uns Warenträger, Beleuchtung, Umkleide und Kassentheke im Laden gelassen hat. So ist der Pop-up-Store doppelt interessant." Zum Alwin-Projekt sagt er: "Die Kommunikation untereinander wird besser, und man bekommt Kontakt mit neuen Leuten in der Stadt. Es gibt auch eine externe Wirkung: Geschäftspartner und Lieferanten sagen, wenn ich von Alwin erzähle: ,Mensch, das ist ja interessant, was ihr da in Wittlich macht.'"

Katrin Schade, die das Projekt betreut, macht deutlich: "Uns freut, dass vor allem neue, frische Ideen das Projekt prägen. Das erhöht die Aufmerksamkeit unserer Stadt. Wir sind auch weiterhin in Gesprächen mit Interessenten wie auch Eigentümern. Es ist bereits eine deutliche Verbesserung der Kommunikation mit den verschiedenen Akteuren zu verzeichnen, was uns teilweise sogar Interessenten bestätigen und was offenbar eine nicht unerhebliche Rolle bei den Neuansiedlungen spielt."

Sie sagt, der Pop-up-Laden sei mit zwei weiteren Konzepten bis Ende August belegt und solle danach dauerhaft genutzt werden - ein Erfolg. Auf die Frage nach bereits umgesetzten und fest stehenden Alwin-Projekten zwischen dem Start am 1. Oktober 2016 und dem geplanten Ende im Oktober 2017 sagt sie: "Vier dauerhafte Geschäftsneuansiedlungen, vier Pop-up-Ansiedlungen nacheinander auf einer Fläche, zwei weitere temporäre Belegungen durch Kunst und Unterstützung hinsichtlich des Offenen Kanals und Nutzung der Kirchstraße 13 als Infostudio."

Dort, im Infostudio in der Kirchstraße, ist Katrin Schade immer mittwochs von 12 bis 14 Uhr und jeden ersten Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr für jeden da, der Fragen zu Geschäftsräumen in der Stadt hat. Wie wird das angenommen?

Katrin Schade: "Die Resonanz ist sehr unterschiedlich. In jüngster Zeit habe ich festgestellt, dass vor allem junge Leute gern einfach so vorbeikommen. Die Ungezwungenheit, sich einfach mal vorab zu informieren, ist vielleicht daher gerade für diese Zielgruppe wichtig, und wir haben beschlossen, das Infostudio zunächst einmal mit diesen Öffnungszeiten beizubehalten. Wir wollen Konstanz und Regelmäßigkeit bieten, nur dann schaffen wir auch Vertrauen darin, dass es sich lohnt, mithilfe von Alwin selbst etwas in der Stadt zu bewirken."

www.wittlich.de (Button ,alwin')