Der nächste Hagel kommt bestimmt

Beim Hagelunwetter am Montagabend sind die Winzer noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Das Unwetter ging größtenteils über der Eifel nieder. Es hätte auch anders kommen können. Schlagen Hagelkörner von der Größe eines Hühnereis, wie sie am Montag vom Himmel fielen, großflächig in die Weinberge ein, ist der Schaden immens.

Wir erinnern uns an die Unwetterkatastrophe vom vergangenen Jahr an der Untermosel bei Mesenich, Ellenz-Poltersdorf und Briedern. Innerhalb weniger Minuten vernichtete der Hagel die Ernte von rund 300 Hektar Rebfläche. Und alles deutet darauf hin, dass sich solche schweren Unwetter mit Hagel häufen. Deshalb ist unverständlich, dass die Mehrheit der Winzer immer noch keine Hagelversicherung hat. An der Mittelmosel sind nur etwa 30 Prozent der Betriebe abgesichert.

Kommt es zur Katastrophe, hoffen die Winzer auf Hilfen vom Land, sprich vom Steuerzahler. Doch bei einer Weinbaufläche von 64 000 Hektar in Rheinland-Pfalz (die Mosel hat knapp 9000) ist eine solche Hilfe nicht zu erwarten.

Es stimmt: Eine Hagelversicherung ist sehr teuer. Sie ist aber eine Investition, die unter Umständen eine Existenz retten kann. Und: Ist man versichert, sind die Sorgen beim Blick auf die heranziehenden schwarzen Gewitterwolken etwas geringer.

w.simon@volksfreund.de

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