Der nächste Wein-Nachts-Markt wird größer

Der nächste Wein-Nachts-Markt wird größer

Stadtbürgermeisterin Heide Pönnighaus und die privaten Organisatoren sind zufrieden mit dem Verlauf des zweiten Mosel-Wein-Nachts-Markts. Er war gut besucht, und die Standbetreiber haben mehr verkauft als im Jahr zuvor.

Traben-Trarbach. Sie sind sich einig, Stadtbürgermeisterin Heide Pönnighaus und die privaten Organisatoren des Mosel-Wein-Nachts-Markts: Der sechswöchige, großteils unterirdische Markt mit der Schlittschuhbahn am Alten Bahnhof ist trotz knapper Planungsphase ausgesprochen positiv verlaufen.
"Er war richtig gut besucht", sagt die Stadtchefin. Die Ausweitung auf einen zweiten Keller habe dem Markt gut getan. Das habe den Andrang entzerrt.
Sehr gut sei es für die Standbetreiber gelaufen, sagen Daniel Neugart vom Hotel Moselschlößchen, dessen Keller genutzt wurde, und Thomas Marx, Organisator des Markts im Keller Altes Rathaus. Obwohl sich deren Anzahl auf 60 verdoppelt habe, sei der Umsatz im Schnitt um 30 Prozent gestiegen. Mehrfach hätten die Händler ihr Sortiment, das von Wein und Wild über Kirschkernkissen bis hin zu Jacken reichte, auffüllen müssen. Fast alle hätten sich für den kommenden Markt wieder angemeldet. Neugart: "Das Feedback der Gäste war super. Wir bieten im Vergleich zu anderen Märkten viele hochwertige Waren an."
Ob die Besucherzahl von 45 000, die laut Tourismuschef Matthias Holzmann im vergangenen Jahr gezählt wurden, diesmal erreicht wurde, vermag keiner der Männer zu sagen. Denn diesmal wurde nicht gezählt.
Zahlen gibt es jedoch für die Schlittschuhbahn und auch die verbucht ein Plus. 1550 Eisläufer haben diesmal ihre Runden gedreht, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Betreiber Marx räumt aber ein: "Wir hatten mehr Veranstaltungen als im Vorjahr, allerdings hat es drei Wochen lang geregnet." Bestbesuchte Veranstaltung sei die SWR-Party mit mehr als 500 Leuten gewesen. Es sei so voll gewesen, dass die Getränkeanbieter mit zwei Zapfanlagen, die 1000 Becher Glühwein pro Stunde liefern, nicht hinterhergekommen seien. Auch die Veranstaltungen, die die Stadt organisiert hat, wurden laut Pönnighaus gut angenommen. Sie sagt: "Die Lesung von Jacques Berndorf mussten wir in einen größeren Saal verlegen. Der Auftritt des Casino Salon Orchesters war ausverkauft." Mit den Veranstaltungen habe die Stadt ein leichtes Plus erwirtschaftet.
Schäden durch Vandalismus

Blick nach vorn: Organisator Thomas Marx mit der Ankündigung des nächsten Markts. TV-Foto: Marion Maier.


Bei den Sachausgaben sei man nach derzeitigem Stand im Budget von rund 30 000 Euro geblieben. Pönnighaus: "Die endgültigen Zahlen werden noch berechnet und im Rat besprochen." Ob es dann wieder Diskussionen gibt? 2012 wurde viel diskutiert über das Defizit von 120 000 Euro, für das der einst entlassene und wieder eingesetzte Tourismuschef Holzmann verantwortlich gemacht wurde. Das Minus war ausschlaggebend dafür, dass die Stadt die Organisation des Markts in private Hände gegeben hat. Dies war erst im September geklärt worden. Der einzige Wermutstropfen für die Organisatoren des vergangenen Markts war die Tatsache, dass jugendliche Täter das ein oder andere kaputt gemacht haben. So wurden an der Schlittschuhbahn Buden aufgebrochen und die Beleuchtung am Weihnachtsbaum zerschnitten. Schaden: mehr als 1000 Euro.
Trotzdem hecken die Planer fröhlich neue Ideen aus. So sollen das Hotel Moselschlößchen und das Alte Rathaus beim nächsten Markt mit einer Hüttenstraße verbunden werden. Weitere Keller sollen hinzukommen. Ein Betonfass eines Kellers könnte aufgebohrt und mit einer Cocktailbar bestückt werden. Ein Werbepaket zusammen mit Bernkastel-Kues und Trier ist angedacht. Motto: Drei Märkte in drei Tagen.

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