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Der Offene Kanal Wittlich verändert sein Arbeiten während Corona

Trotz Pandemie auf Sendung : Und es hat Zoom gemacht: Offener Kanal Wittlich verändert seine Arbeit während Corona

Der Offene Kanal Wittlich sendet auch in der Corona-Krise weiter. Da persönliche Treffen und Begegnungen meist nicht möglich sind, geht das Team jetzt neue Wege.

Kaum noch Treffen, kaum noch Interviews. keine Veranstaltungen: Das Team des Offenen Kanals (OK) in Wittlich muss seine Arbeitsweise in der Corona-Pandemie umstellen, um weiter neue Sendebeiträge produzieren zu können.

„Derzeit läuft ja alles auf Abstand. Wir müssen die Zeit überbrücken, bis alles wieder normal läuft“, sagt Hermann Haller vom Team des OK. Deswegen geht der OK jetzt neue Wege und trifft sich – wie so viele Menschen – virtuell mit den Menschen im Internet, via der Software Zoom, die Videokonferenzen und -telefonate ermöglicht.

„Mit Zoom kann ich während des Treffens auch ein Video machen“, sagt Haller, das werde dann später etwas bearbeitet, etwa eine Einführung vorgeschaltet und so weiter. Einige Nachteile hat das virtuelle Treffen gegenüber den regulären Aufnahmen des OK schon, wie Hermann Haller sagt. „Es ist natürlich nicht die gleiche Qualität wie in HD, die Bildqualität ist schlechter“, sagt er. Aber besser als nichts ist es allemal.

Die ersten Zoom-Beiträge hat der OK bereits fertig, Hermann Haller hat unter dem Titel „Hermann kommt...“ ein Gespräch mit dem Yoga-Lehrer Felix Reuter aus Bleckhausen geführt. Aber das soll noch nicht alles sein, Hermann Haller sucht weitere Interviewpartner. „Ganz normale Menschen“, wie er sagt, „die eine Geschichte zu erzählen haben.“ Das könne zu einem Bild sein oder zu einem Lied, nur um Beispiele zu nennen. „Sie können uns das Lied auch vorspielen oder -singen“, sagt Haller, eine Gema-Gebühr falle nicht an.

Bei dem Thema „Ein Bild und seine Geschichte“ hat Hermann Haller auch Beispiele parat. „Vielleicht hat jemand noch alte Fotos, auf denen Menschen aus seiner Kindheit abgebildet sind, zu denen er keinen Kontakt mehr hat und die er heute sucht“, sagt der Moderator. „Oder es sind Fotos von der Säubrennerkirmes früher“, zu denen es Geschichten zu erzählen gibt. Zum Beispiel vom Marktplatz und dem Würstchen angeln, woran sich Hermann Haller heute noch gerne erinnert. „Das war ein Höhepunkt für uns Kinder“, sagt er lachend. Für alle, die sich nicht mehr erinnern können, hier die Geschichte in Kürze:

Heute wäre das nicht mehr machbar, wegen der Hygienevorschriften (auch ohne Corona). Vermutlich ebenso wenig wie das Puddingfüttern auf der Marktplatzbühne, bei dem sich laut Haller zwei Kinder mit verbundenen Augen gegenseitig mit Pudding füttern mussten. Ein Heidenspaß, aber auch „eine Riesen-Sauerei“, erinnert sich der OK-Moderator. So könnten vielleicht trotz der Kontaktverbote interessante Beiträge entstehen. Geschichten dürfte es genug geben.

Wer mit Hermann Haller für einen Beitrag in Kontakt treten möchte, kann das per E-Mail an info@ok-wittlich.de tun. Bei der Ausführung des Programms Zoom und technischen Fragen oder Problemen hilft das Team des OK weiter.