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Der Panorama-Steg am Hochmoselübergang kommt erst nächstes Jahr

Verkehr : Panorama-Steg am Hochmoselübergang kommt erst nächstes Jahr

Die Rastanlage Moselblick mit Aussichtspunkt auf der Hunsrückseite des Hochmoselübergangs fehlt noch zur endgültigen Fertigstellung der Brücke.

Seit November 2019 rollt der Verkehr über den Hochmoselübergang. Pendler und Fernreisende freuen sich über die schnelle Verbindung zwischen Eifel und Hunsrück. Doch fehlt noch ein für den Autoverkehr vielleicht geringer, für den Tourismus aber wichtiger Baustein der Brücke. Denn auf der Hunsrückseite des 160 Meter hohen Bauwerks soll ein Panoramaparkplatz entstehen, von dem aus die Reisenden die Moselregion von oben betrachten können.

Das Büro Kraft.Raum aus Krefeld hatte 2017 den Gestaltungswettbewerb für die „Rastanlage Moselblick mit Aussichtspunkt“ gewonnen. Für fünf Millionen Euro, die vom Bund getragen werden, ist entlang der Hangkante ein etwa 1000 Meter langer, sanft schwingender und teils auch über dem Tal schwebender Steg aus Stahl geplant, von dem die Besucher einen Panoramablick auf die Mosel, Brücke und Landschaft genießen können.

Ursprünglich war erwartet worden, dass die Anlage zeitgleich mit der Eröffnung der Moselbrücke in Betrieb gehen kann. Doch wie weit sind die Arbeiten inzwischen gediehen? „Bis zum November 2019 mussten wir unsere kompletten Kapazitäten im LBM Trier vorrangig zur Realisierung des Hochmoselübergangs im Zuge der B 50 neu verwenden“, sagt Hans Michael Bartnick, Pressesprecher des Landesbetriebs Mobilität (LBM). Das habe verständlicherweise absoluten Vorrang gehabt. „Seitdem kümmern wir uns intensiver um die Umsetzung des Gestaltungswettbewerbs.“

Für 14 Gewerke vom Bau der Parkplatzanlage über den Blitzschutz bis hin zur Anlage des Steges sind demnach Ausschreibungen notwendig. Die Arbeiten haben laut Bartnick inzwischen bereits begonnen. Der Rohbau des Parkplatzes, auf dem 48 Stellplätze für PKW und zehn Busparkplätze vorgesehen sind, sei bereits abgeschlossen.

Jedoch mache die Inbetriebnahme des Parkplatzes an der Moselbrücke ohne das dazugehörende WC-Gebäude keinen Sinn, sagt Bartnick. Dieses sei derzeit im Bau, die Fundamente dafür gerade fertig gestellt. Das zentrale Stahl-Brückenbauwerk des Stegs bedinge eine aufwendige Planung und Genehmigung und werde voraussichtlich ab 2021 in Bau gehen. Auch der bodennahe Steg sei eine besondere Stahlkonstruktion, die noch endkonstruiert und ausgeschrieben werden müsse. Dazu sei der eigentliche Landschaftsbau mit den Verbindungswegen umzusetzen, genauso wie das Umfeld der kommunalen Grillhütte mit Bolzplatz, Spielmöglichkeiten und Mauerelementen. Diese Grillhütte diene als Ersatz für die beiden Schutzhütten, die aufgrund des Baus der B 50 neu weggefallen seien, sagt die Zeltingen-Rachtiger Ortsbürgermeisterin Bianca Waters.

Wann die gesamte Anlage fertiggestellt sein wird und von dort die ersten Touristen den Blick auf die Mosel genießen können, lässt Bartnick offen. Jedoch schreibt er als Fazit, dass der LBM baulich teilweise schon dran sei und weiter munter ausschreibe, so dass alle Bestandteile peu à peu fertiggestellt werden. Bartnicks Fazit: „Was länger währt, wird sicher gut.“