Der Rat bibbert

BURTSCHEID. (urs) Das Jahr 2006 steht in Burtscheid ganz im Zeichen des seit Jahren angestrebten Umbaus des Gemeindehauses. Doch auch die Bodenordnung kommt voran.

Besucher des Burtscheider Gemeindehauses müssen sich warm anziehen. Jetzt im Winter ist die Notwendigkeit des seit Jahren geplanten Umbaus ärger denn je spürbar. Laut Ortsbürgermeister Olaf Hannemann scheint es mittlerweile unerheblich zu sein, ob die Heizung bei Bedarf vorher angestellt wird oder nicht. Es werde einfach nicht mehr richtig warm im Saal, kommentiert er bei der ersten Ratssitzung im neuen Jahr die ungemütlichen Temperaturen. Gemeinde und Bürger hoffen daher, möglichst bald mit dem Umbau ihres Gemeindehauses beginnen zu können. Dieser sieht abgesehen von der Heizungsanlage die Vergrößerung des Saales vor, der dann statt 40 Sitzplätzen zirka 100 haben soll. Gleichzeitig ist die Erweiterung der Küche geplant sowie die Installation neuer Toiletten. Die Aussicht, vielleicht noch in diesem Jahr mit den Arbeiten los legen zu können, ist gut. Denn auf der Prioritätenliste steht Burtscheid mit seinem 260 000-Euro-Projekt momentan ganz oben, wie die Kreisverwaltung der Gemeinde mitgeteilt hat. Bis wann mit einer Bewilligung zu rechnen ist und wie viel Geld es dann geben wird, weiß derzeit noch niemand. Die Gemeinde hofft jedoch auf eine Finanzspritze von 150 000 Euro, zu denen die Bürger Eigenleistungen im Wert von 40 000 Euro erbringen wollen. Die restlichen 70 000 Euro will die, aktuell mit 3500 Euro verschuldete Gemeinde über Kredit finanzieren. Allmählich voran kommt in Burtscheid auch das Thema Bodenordnung. "Es wird wohl dazu kommen, dass wir ein vereinfachtes Verfahren anstreben", bilanziert Hannemann erste Gespräche zwischen Eigentümern und dem Bernkasteler Dienstleistungszentrum (Kulturamt). In Sachen Fleischwerk-Schließung plädiert er dafür, sich für den "Erhalt des Standortes Thalfang" einzusetzen. Denn: "Für das Fleischwerk sehe ich keine Chancen mehr." Der Haushalt in Zahlen: Verwaltungshaushalt: Einnahmen 83 600 Euro, Ausgaben 96 900 Euro, folglich Defizit 13 300 Euro. Vermögenshaushalt in Einnahmen und Ausgaben 261 500 Euro (fast ausschließlich für das Gemeindehaus). Rücklage: 3200 Euro.