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Der Schnee kann jetzt kommen - Wintersportzentrum am Erbeskopf ist bereit

Der Schnee kann jetzt kommen - Wintersportzentrum am Erbeskopf ist bereit

Das Wintersportzentrum am Erbeskopf ist für den Skibetrieb gerüstet. Reparaturen sind erledigt, das Team ist geschult. Vorerst gibt es noch keine neuen Investitionen in die Liftanlage.

Das Land Rheinland-Pfalz und der Zweckverband hatten jedoch in diesem Jahr einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Bis zu 150.000 Euro könnten jährlich in das Areal fließen, in dem auch das Hunsrückhaus steht. Erbeskopf. Einen weißen Winter hat das Wintersportgebiet Erbeskopf bitter nötig, denn die vergangene Saison war eher verhalten.

In der Saison 2015/16 begann der Skibetrieb nämlich erst im Januar mit insgesamt 13 Tagen Liftbetrieb und der Dezember 2015 war zu warm und verregnet, wie Betriebsleiter Klaus Hepp berichtet. An den Erfolg der Saison 2014/15 konnte der vergangenen Winter jedenfalls nicht anknüpfen - damals war an 47 Tagen Liftbetrieb - im Schnitt waren 4000 Gäste täglich am höchsten Berg von Rheinland-Pfalz, um Ski zu fahren. Und dieser Phase gingen auch wiederum zwei Jahre voraus, in denen es kaum Schnee gab. "Wenn man das über einen längeren Zeitraum betrachtet, dann brauchen wir in dieser Saison 40 bis 50 Tage Skiliftbetrieb, damit es sich rechnet. Wenn der Winter zu spät kommt, dann bleibt die Gästezahl niedrig. Ideal wäre es, wenn es im Dezember losgeht", sagt Klaus Hepp. Seine Hausaufgaben hat er bereits gemacht. "Die Liftanlagen sind gewartet und repariert. Wir hatten im Sommer zwei Blitzeinschläge, die repariert wurden. Jetzt läuft alles. Auch unsere Helfer sind geschult." Die Beschneiungsanlage sei gut in Schuss. Allerdings ist der dafür nötige Wasservorrat, der sich in einem künstlich angelegten Teich sammelt, noch nicht groß genug. Das liege an dem sehr trockenen Spätsommer und Herbst, so Hepp. Zudem braucht die Beschneiungsanlage Temperaturen von unter zehn Grad Minus.

Auch wenn die Anlage am Erbeskopf wieder betriebsbereit ist - sie ist dennoch in die Jahre gekommen. Einer der beiden Skilifte ist inzwischen 46 Jahre alt und müsste langfristig erneuert werden, um die gestiegenen Anspräche der Skifahrer zu befriedigen. Den könne man nicht mehr mit den aktuellen Anlagen vergleichen meint Hepp. Außerdem wünscht sich der Betriebsleiter seit langem eine Schrankenanlage am Parkplatz. Während das Parken außerhalb der Zeit, in er der Lift läuft, kostenfrei ist, müssen bei Skibetrieb Gebühren erhoben werden. In den vergangenen Jahren sei es immer schwieriger geworden, dafür Helfer zu finden.

Das Thema musste aber vorerst auf Eis gelegt werden, weil Verhandlungen mit dem Land anstehen. Eigner der Wintersportanlage ist mit der dazugehörigen Umweltbildungsstätte Hunsrückhaus der Zweckverband Erbeskopf. Nach der Schaffung des Nationalparks Hunsrück-Hochwald im vergangenen Jahr haben der Zweckverband und das Land Rheinland-Pfalz einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Das Hunsrückhaus ist nun ein offizielles Tor des Nationalparks und soll vom Land auch finanziell unterstützt werden.

Landesgeld bis zu 150.000 Euro soll dafür jährlich in das Areal fließen. Für welche Projekte das Geld sein soll, wird aber noch disktutiert. Denn auch am Hunsrückhaus, das es schon seit 16 Jahren gibt, sind Neuinvestitionen von bis zu einer MillionEuro erforderlich. "Alle zusätzlichen Investitionen am Skilift, die nicht sicherheitsrelevant sind, sind deshalb vorerst abgesagt worden. Das wäre taktisch nicht klug, schon am Anfang mit weiterführenden Forderungen in die Verhandlungen zu gehen", sagt Hepp.