1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Der Sohn von Willy Brandt erzählt

Der Sohn von Willy Brandt erzählt

Im Rahmenprogramm der aktuellen Ausstellung des Kulturamtes der Stadt Wittlich "Kunst & Politik - die Sammlung Friedel Drautzburg" kommt Lars Brandt nach Wittlich, um sich im Gespräch mit Friedel Drautzburg der Person Willy Brandt zu nähern.

Wittlich. Alle glauben, Willy Brandt zu kennen. Lars Brandt erzählt, was er in seinem Vater sieht. Ausgehend von Momenten, Kindheitserinnerungen an das Berlin des Bürgermeisters Brandt, das gemeinsame Angeln, die Atmosphäre in der Kanzlervilla in Bonn, bis hin zu Brandts Fischsuppe für Herbert Wehner, zeigt der Autor seinen Vater in den privatesten Augenblicken.
Wer diesen besonderen Blick auf den Bundeskanzler und Menschen erleben will, kommt am Donnerstag, 30. Oktober, 19 Uhr ins Alte Rathaus in Wittlich. Die dortige Ausstellung der Sammlung Friedel Drautzburg bildet den Hintergrund für Lars Brandts Besuch.
1969 reisten Günter Grass und Friedel Drautzburg viele Monate gemeinsam im VW-Bus durch die Bundesrepublik Deutschland. Ihre Mission war der Wahlkampf für Willy Brandt. Sozialdemokratische Wählervereinigungen und der sozialdemokratische Hochschulbund verbanden Drautzburg und Grass, die unzählige Wahlkreise besuchten, auch Wittlich, wo der spätere Nobelpreisträger im Atrium des Cusanus-Gymnasiums für Willy Brandt warb. Erfolgreich, denn Brandt wurde der erste sozialdemokratische Bundeskanzler der BRD.
Lars Brandt, zweiter Sohn von Willy und Rut Brandt, wurde 1951 in Berlin geboren und lebt heute als Autor in Bonn. Sein Buch "Andenken", aus dem er in Wittlich lesen wird, beschreibt den berühmten Vater und das gemeinsame Verhältnis. Nach der Lesung werden Brandt und Drautzburg die Zeit um das Jahr 1969 und den großen deutschen Kanzler zum Thema eines gemeinsamen Gespräches machen. red
Die Veranstaltung ist kostenlos. Wegen des begrenzten Platzangebots wird um verbindliche Zusage unter Telefon 06571/14660 oder per E-Mail: info@kulturamt.wittlich.de gebeten.