Der Stadtbürgermeister greift in die Tasten

Der Stadtbürgermeister greift in die Tasten

BERNKASTEL-KUES. Geselligkeit, Begegnung und Gedankenaustausch standen beim traditionellen Neujahrsempfang des CDU-Gemeindeverbandes an oberster Stelle.

Gemeindeverbandsvorsitzender Leo Wächter hieß Parteifreunde, Gäste und Bürger in der Güterhalle willkommen, darunter die Europaabgeordnete Christa Klaß, den CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Alex Licht, seine Abgeordnetenkollegin Elfriede Meurer, Verbandsbürgermeister Ulf Hangert und Stadtbürgermeister Wolfgang Port. "My way" - auf diese musikalische Weise griff der Stadt-Chef in die Klaviertasten und ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit der 13-jährigen Violinistin Karina Wächter den Abend zu eröffnen. "Es ist doch bemerkenswert, mit welchem Einklang sich hier Stadt und Ortsgemeinden gemeinsam präsentieren", sagte Wächter mit einem Schmunzeln. "Vielleicht können sich ja weitere Personen diesem Duo bis hin zu einem CDU-Orchester anschließen", lautet sein durchaus ernstgemeinter Aufruf. So beherrschten auch keine mißklingenden Töne die Veranstaltung, denn fröhliche Stimmung war angesagt - und die Gelegenheit Dank auszusprechen. Dass sich Bürger für das menschliche Miteinander einsetzten, dafür dankte Wächter den vielen Ehrenamtlichen. "Das vielfältige ehrenamtliche Engagement in der Region trägt dazu bei, dass das soziale Netz, die attraktive Kulturszene und die Stellung im Breitensport erhalten werden." Unsere Gesellschaft brauche mehr "Wir-Gefühl" und weniger das sich verbreitende "Ich-Denken", betonte Wächter. Menschen, die unermüdlich für ideelle Werte eintreten - egal welcher politischen Couleur - seien ein Vorbild für alle, bemerkte Alex Licht in seiner Ansprache und erinnerte dabei noch einmal an die bei einem Unfall tödlich verletzte Marita Sehn. Die Jugend sei heute nicht generell mit einer Nullbock-Generation gleichzusetzen, merkte der Abgeordnete an. "Uns muss nicht bange sein, dass die Jugendlichen kein politisches und gesellschaftliches Interesse zeigen", sagte er in Bezug auf die rege Diskussionsrunde mit Hauptschülern zum Thema Holocaust (der TV berichtete). Und was erwartet die Menschen im Jahr der Kommunalwahl? "Allen wohl und niemand wehe" - nach diesem Karnevalsmotto lasse sich nicht regieren, betonte Licht. Die Region stehe vor umwälzenden Entwicklungen, der Rückgang der Landesbevölkerung um rund 25 Prozent habe auch Auswirkungen auf Kreis, Städte und Gemeinden. "Wir müssen uns auf die Krise einstellen", forderte er.

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