Der Traben-Trarbacher Ankerkrieg soll ein Denkmal erhalten

Der Traben-Trarbacher Ankerkrieg soll ein Denkmal erhalten

110 Jahre ist es jetzt her, dass sich Trabener auf der einen und Trarbacher auf der anderen Seite einen skurrilen Streit um ein Stück Eisen lieferten. Die Ankerfehde, manche sprechen auch von Ankerkrieg, ist in die Stadtchronik eingegangen. Mit einer Stele auf dem Marktplatz in Traben soll an das Ereignis erinnert werden.

Traben-Trarbach. Die Traben-Trarbacher scheinen ein streitlustiges Völkchen zu sein. Das zeigen nicht nur die aktuellen Auseinandersetzungen um den ehemaligen Tourismuschef Matthias Holzmann. Bereits vor 110 Jahren gab es einen heftigen Streit - damals ging es allerdings nicht um Personen, sondern um einen 23 Zentner schweren ausgedienten Anker. Dieser lag auf dem Weihertorplatz in Trarbach, was den Trabenern nicht gefiel. Sie holten sich das Eisenstück in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zurück und provozierten so eine Auseinandersetzung, die in einer schweren Schlägerei auf der Moselbrücke endete.
Der ehemalige Stadtbürgermeister Klaus Weinmann hatte die Idee, dieser Episode eine Stele mit Gedenktafel zu widmen. Der Stadtrat berät am Montag, 18 Uhr, darüber. Am folgenden Donnerstag ist die Stele Thema der Mitgliederversammlung des Vereins Traben-Trarbach Aktiv (TTA). TTA wird, sofern die Mitglieder zustimmen, die rund 1000 Euro teure Stele größtenteils bezahlen. Auch Weinmann will einen Geldbetrag spenden. sim