1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Der TV gibt Antworten: Klausener, passt auf eure Hunde auf!

Der TV gibt Antworten: Klausener, passt auf eure Hunde auf!

Wurden in Klausen absichtlich Hunde vergiftet? Das ist jedenfalls ein Gerücht, dem der TV nachgegangen ist. Eine Nachfrage bei der Polizei ergibt: Es liegt keine Anzeige vor.

Ortsbürgermeister Alois Meyer ist nicht erreichbar, aber eine Dame im Dorfladen bestätigt am Telefon: Ja, von vermutlich vergifteten Hunden habe sie gehört. Dazu sei etwas auf Facebook zu lesen gewesen. Eine Nachfrage bei Klausens Fachmann für Jagdhunde, Edmund Kohl, ergibt dann einen konkreten Hinweis, der zu Sandra Junges, die seit 2011 weiße Schäferhunde züchtet, führt.

Sie bestätigt dann auch Folgendes: Am Dienstagabend habe sie bemerkt, dass ihre aktuell sieben Welpen, gerade sechs Wochen jung, etwas fressen. Sie habe bei zweien noch Brotkrusten gesehen, doch die Tierchen hätten sie verschlungen. Dann habe eins Blut erbrochen, ein anders Durchfall bekommen. "Sie hatten typische Vergiftungssymptome, das hat auch die Tierärztin dann bestätigt." Zu ihr sei man sofort gefahren, doch beide Welpen waren nicht mehr zu retten. Die Züchterin schreibt auf ihrer Facebookseite: "Uns hat gestern Abend jemand einen vergifteten Köder über den Zaun geworfen.....

Wir waren schnell, doch nicht schnell genug....." Und schließlich: "Also bitte Leute in und um Klausen passt auf eure Hunde auf." Die Tiere wurden nicht obduziert, auch keine Anzeige bei der Polizei erstattet. Sandra Junges sagt: "Ich verfalle jetzt nicht in Panik. Ich habe ja keinen gesehen, aber ich werde Kameras installieren. Es sind bis jetzt ja Vermutungen. Aber Wachsamkeit ist immer angesagt." Dass es jemand auf ihre Welpen abgesehen habe, könne sie sich nicht vorstellen: "Aber vielleicht hat sich jemand an den großen Hunden, etwa ihrem Bellen gestört?" Es werde vermutet, dass Frostschutzmittel im Brot war. Das hätten Unbekannte angeblich vor Jahren schon mal gegen Tauben eingesetzt. Es könne ja auch nicht ausgeschlossen werden, dass ein Vogel Giftköder über dem uneinsehbaren Gelände verloren habe.

Eine Klausenerin kommentiert den Vorfall, der die Runde macht: "Wenn da wirklich einer Gift geworfen haben sollte: Das wäre schlimm und eine fiese Nummer."