"Der unbekannte Dalí"

Exzentrisch. So war Salvadore Dalí. Und exzessiv war sein Leben. Ein kleiner Teil seiner Werke ist vom 23. August bis zum 23. November im Stadthaus "Alter Bahnhof" in Traben-Trarbach zu sehen.

Traben-Trarbach. 2007 Leonardo da Vinci, in diesem Jahr Salvador Dali: In Traben-Trarbach ist künstlerisch einiges in Bewegung. 6000 Besucher interessierten sich 2007 für die bahnbrechenden Erfindungen da Vincis. Ab dem 23. August können sich Kunstinteressierte im Stadthaus "Alter Bahnhof" an 250 Exponaten einen Eindruck über einen Teil des Lebenswerks des Künstlers mit dem markanten Schnurrbart machen.

"Im Alter von sechs Jahren wollte ich Köchin sein. Mit sieben Napoleon. Und mein Ehrgeiz ist seither stetig gewachsen, ebenso wie mein Größenwahn." Dieses Zitat aus dem Jahr 1942 weist darauf hin, dass Dalís Leben (1904-1989) exzentrisch und exzessiv gewesen ist.

Die Ausstellung in Traben-Trarbach trägt den Titel "Der unbekannte Dalí". Zu sehen sind selten gezeigte Original-Grafiken (Holzschnitte, Radierungen, Lithografien), die Dalí alle eigenhändig signiert hat. Die Ausstellung zeigt komplette Mappen zu "Don Quichotte", "Tristan und Isolde" sowie die von Dalí malerisch umgesetzten Gesänge zu Dantes "Göttlicher Komödie". Zu sehen sind außerdem Skulpturen, Schmuck und Schriften. Auch die Fertigung von Bühnenbildern für Alfred Hitchcock und Walt Disney wird gestreift. Sandra Praschek, die für den Kunstaussteller "ExtraMax - art exhibitions" die Werbung macht, kann viel erzählen. Wer in die Nähe dieses Wissensstandes kommen will, sollte sich den Katalog zur Ausstellung besorgen und/oder an einer Führung teilnehmen. Aber auch wer dies nicht tue, solle ohne Angst, etwas nicht zu verstehen, die Räume betreten, sagt Praschek. Angesprochen werden alle Leute "zwischen sechs und 99 Jahren".

Ein wichtiger Adressat sind Schulklassen. "Wir haben alle Schulen in Rheinland-Pfalz angeschrieben", erzählt Achim Nehrenbeg, Leiter der Touristinformation Traben-Trarbach. Sandra Praschek, die auch für die da Vinci-Ausstellung zuständig ist, lobt die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Der Erfolg sei auch dadurch gewährleistet, dass die Exponate noch nicht in der Region zu sehen waren.

Die Ausstellung ist bis zum 23. November geöffnet: montags bis freitags von 12 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 11 bis 18 Uhr. Führungen finden samstags, sonntags und feiertags um 15 Uhr statt (Kosten drei Euro pro Person). Gruppenführungen können vereinbart werden. Der Eintritt kostet 6,50 Euro (ermäßigt 5,50 Euro). Für Gruppen (ab zehn Personen), Schülergruppen und Familien gibt es weitere Ermäßigungen.