Der Verein Traben-Trarbach Aktiv spendet der Stadt zwei Sonnenuhren

Traben-Trarbach : Diese Uhr geht immer richtig

Der Verein Traben-Trarbach Aktiv spendet der Stadt zwei Sonnenuhren.

Sonnenuhren gibt es viele an der Mosel. Allein der Bernkastel-Kueser Stadtteil Wehlen zählt derer an die 100. Jetzt kann auch in Traben-Trarbach an zwei Standorten, wo viele Menschen vorbeikommen, an Sonnenuhren abgelesen werden, was die Stunde geschlagen hat. Möglich gemacht hat das der Verein Traben-Trarbach Aktiv (TTA).

Eine Sonnenuhr steht am Trabener Moselufer wenige Meter flußaufwärts von der Moselbrücke unterhalb der Villa Moselschlösschens, die andere im Rosengarten an der Enkircher Straße gegenüber vom Casino in Trarbach.

TTA hat insgesamt 2000 Euro investiert. Die Basaltstele stammt vom Traben-Trarbacher Bildhauerbetrieb Moritz Wendhut, die Uhr hat die Firma Helios in Wiesbaden hergestellt. Das Besondere: Sie zeigt die wahre Ortszeit (WOZ) an. Während die Zeit auf der Armbanduhr eine vom Menschen erdachte, seinen Bedürfnissen angepasste Zeiteinteilung ist (bei uns die Mitteleuropäische Zeit, (MEZ), gibt die Sonnenuhr den natürlichen Sonnenlauf wider. Wenn die Sonne nach ihrem morgendlichen Aufgang stetig ansteigend den täglichen Höchststand im Süden erreicht, ist es Mittag und die Sonnenuhr zeigt 12 Uhr als wahre Ortszeit (WOZ) von Traben an.

Die Sonnenuhr zeigt die Tageszeit anhand eines Schattens an. Als Schattengeber dient ein Stab, der so genannte Polstab. Der Polstab ist parallel zur Erdachse ausgerichtet – das bedeutet, sein Neigungswinkel zur Erdoberfläche ist abhängig von dem Breitengrad, auf dem sich die Sonnenuhr befindet.

An der Stele befindet sich eine entsprechende Infotafel, auf der der Unterschied zwischen WOZ und MEZ erklärt ist.

Georg Bauer, einer der vier Vorstände von TTA, hat eine Idee: Er will die Elemente Wasser, Feuer und Luft symbolhaft in Traben-Trarbach darstellen.Die Sonnenuhren symbolisieren das Feuer der Sonne und der Trinkwasserbrunnen, den TTA kürzlich am neugestalteten Kirchplatz in Trarbach finanziert hat, das Element Wasser.

Und die Luft? „Ich habe schon eine Idee, will sie aber noch nicht verraten“, sagt Bauer. TTA hat in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Projekte realisiert. Die spektakulärsten waren die Doppelkopf-Statue am Verkehfskreixel in Trafbych unc das Glockenspiel am Alten Stadtturm in Trarbach.

All dies war möglich dank Mitgliedsbeiträgen, Spenden und einer Erbschaft über 250 000 Euro. Weitere TTA-Projekte waren unter anderem: Gebäude-Anstrahlungen, Reben-Pyramiden-Beleuchtung an Weihnachten und zum Wein-Nachts-Markt, beleuchtete Jahreszahl und Sterne für die Grevenburg, Restaurierung des Zauns am Museums-Garten, ehrenamtliche Dienste beim Mosel-Wein-Nachts-Markt, Federweißer-Fest, Einkleidung des Nachtwächters, Bruno-Möhring-Stele, Oster-Pflanzaktion, Mitwirkung bei Ausstellungen und andere.

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