Der Wald als Energiequelle

Anlässlich der zehnten Europäischen Biomassetage hatte das Forstamt Wittlich kommunale Entscheidungsträger der Kreise Bernkastel-Wittlich und Bitburg-Prüm zu einer Informationsveranstaltung in den Forstbetrieb Raskop nach Landscheid eingeladen.

Landscheid. Was unsere Vorfahren bereits vor vielen Jahren praktizierten, nämlich die Nutzung der in der Biomasse Holz gespeicherten Energie, wird seit einigen Jahren wieder europaweit propagiert - mithilfe moderner Hackschnitzelheizungen.

Paul Schilling, Produktleiter für Energieberatung und Biomassen-Management im Raum Trier, stellte nun in seiner Fachpräsentation im Forstbetrieb von Walter Raskop den Einsatz von Energieholz in Hackschnitzelheizungen vor. Kernaussage seines Vortrages war die Prüfung der Möglichkeiten einer Hackschnitzelheizung und die Verwendung von qualitativ hochwertigen, also trockenen Holzschnitzeln.

Zuvor begrüßte der Leiter des Forstamtes Wittlich, Ullrich Froemsdorf, die interessierten Zuhörer. Walter Ras kop, Eigentümer des Forstbetriebes Raskop, stellte anschließend seinen Betrieb vor, in dem Qualitätshackschnitzel vertrieben werden.

Eingeladen hatte das Forstamt Wittlich kommunale Entscheidungsträger der Kreise Bernkastel-Wittlich und Bitburg-Prüm. Rund 50 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt, unter anderem die CDU-Landtagsabgeordnete Elfriede Meurer, mehrere Ortsbürgermeister, Förster und Entscheidungsträger in den Verwaltungen.

Wie die Veranstaltung zeigte, ist eine solche Heizung effizient bei größeren Objekten in kommunalen Liegenschaften wie Schulen und Behörden mit einem jährlichen Heizölbedarf ab etwa 30 000 Litern. Dies sei besonders dann der Fall, wenn die Gemeinde über einen eigenen Wald von 100 Hektar oder mehr verfügt, erklärte Paul Schilling. Verwendet werden hierfür trockene Hackschnitzel aller Baumarten. Bereits nach acht bis zehn Jahren seien die Anschaffungskosten der Hackschnitzelheizung wegen des hohen Preisunterschieds zu fossilen Brennstoffen wie Erdöl und Erdgas gedeckt.

Im Landkreis Bernkastel-Wittlich sind bereits einige solcher Heizanlagen in Betrieb, beispielsweise im Kloster Himmerod, in der Regionalen Schule Salmtal, im Cusanus-Gymnasium und in der Berufsbildenden Schule in Wittlich.

Informationen zum Thema erhalten Interessierte im Internet unter www.wald-rlp.de.

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