Der Zauber der Zeile, die Kraft des Wortes

Der Zauber der Zeile, die Kraft des Wortes

WITTLICH. (ks) Die 1996 gegründet "Autorenrunde Wittlich" stellte vor ausverkauftem Haus in der Wittlicher Synagoge mit "Einsichten" ihr erstes gemeinsames Buch vor.

Elisabeth Freitag, Christel Werner, Josefine Wittenbecher, Roland Steines und Wolfgang Bossmann, die drei Damen und zwei Herren der Wittlicher Autorenrunde, fünf Namen, die man sich - nicht nur in Wittlich - merken soll." Diese anerkennenden Worte fand Dr. Jürgen Wichmann, Ehrenpräsident der Stefan Andres Gesellschaft und der Künstlervereinigung Limes, bei der Buchpräsentation der "Autorenrunde Wittlich" in der überfüllten Synagoge. Der eindrucksvolle Abend endete mit Leseproben aller Autoren, die Begeisterung bei den Zuhörern hervorriefen. "1996 setzte sich die Runde erstmals zusammen und las sich gegenseitig ihre neuesten Kreationen vor", erinnerte Claudia Schmitt an die von ihr mit Roland Steines initiierte Gründung. "Danach gab es vierteljährlich Spannung pur und eine Menge Hausaufgaben", erzählt die Leiterin des Kreisarchivs von der Gruppenarbeit. Elke Scheid, Leiterin der Wittlicher Stadtbibliothek, sprach von einer faszinierenden Bannbreite und Fülle von Ideen, die in "Einsichten" veröffentlicht seien. Jürgen Wischmann sagte: "Die erste Sammlung der Wittlicher Autorenrunde mit 42 Textbeispielen und den meisterlichen Fotos von Helmut Thewalt lädt auf 130 Seiten zum Lesen ein. Freuen wir uns an diesen Geschichten, Berichten und Gedichten, die alle in einen beschreibenswerten Leben wurzeln." Zu jedem Autor fand er dann anerkennende Worte. Bei Elisabeth Freitags Lyrik fandet er eine "fast scheue, zarte, verletzliche Liebe zu Pflanzen und zu Menschen. Die kurzen Gedichte sind zauberhaft schön und dürfen in diesem Buch nicht fehlen." Bei Roland Steines hatte er neben der "tiefsinnigen Geschichte als Dialog zwischen Kind und Großmutter nüchterne, aber ausdrucksstarke Gedichte" ausgemacht. Im "Nachruf auf eine dienstbereite Frau" erkannte Wischmann bei Christel Werner ein überzeugendes Prosastück. Als "jungen Wilden der Runde" hatte er Wolfgang Bossmann ausgemacht. Josefine Wittenbechers Erzählung "Die Rotweiße und Mehmet Scholl", bei der sich deutsche und türkische Kinder schnell anfreunden, beeindruckte den Rezensenten "die Geißelung der dummhässlichen Vorurteile der Erwachsenen". Jürgen Wischmann dankte Reinhold Wanger und Familie als Verleger im Novum Castrum Verlag Wittlich: "Hut ab, denn ein Verleger riskiert beim Buch am meisten!"