Details zur Straßenplanung stehen fest
Ein weiteres Mal hat sich der Gemeinderat Monzelfeld mit dem bevorstehenden Ausbau der durch den Ort führenden Kreisstraßen beschäftigt. Einen möglichst parallelen Ausbau weiterer Gemeindestraßen lehnt er jedoch ab. Und zwar mit Rücksicht auf die Bürger, die dazu ihren Obolus leisten müssten.
Ortsbürgermeister Engelbert Lausberg (links) und Heiner Nilles, Büroleiter der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, verfolgen die Ausführungen von Planer Manfred Bach zu dem in Monzelfeld anstehenden Straßenausbau. Gravierende Änderungen stehen den Anwohnern am Ortseingang aus Richtung Morbach ins Haus, da an der Grundschule eine Überquerungshilfe vorgesehen ist. TV-Foto: Ursula Schmieder
Monzelfeld. Punkt für Punkt hat der Monzelfelder Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung Details im Zusammenhang mit dem Ausbau von K 93 und K 94 besprochen. Anlass waren die Stellungnahmen von Verwaltung und Trierer Landesbetrieb Mobilität (LBM). Da die Punkte in den vergangenen Monaten mehrmals Thema waren, hätten die abschließenden Formulierungen des Rates eigentlich schnell abgehandelt sein können. Doch stattdessen wurde jede Detailfrage erneut besprochen. So etwa die, ob aus Richtung Mülheim ein zusätzlicher Stromanschluss benötigt wird oder ob ausreichend Steckdosen an neuen Straßenleuchten vorgesehen sind. Ebenfalls bereits zuvor besprochen war ein Regen-Rückstauproblem, das die Werke beheben wollen, oder die Frage der Anbindung privater Grundstücke an den K 94-Abzweig nach Bernkastel-Kues.
Eingehend diskutiert wurde zudem der Vorschlag, die Bushaltestelle im Zentrum des Ortes künftig anders zu erschließen, was der Rat aber ablehnt. Er bevorzugt die bisherige Lösung, bei der die Busse die Haltespur Kirchstraße/Wiesenstraße über die Ortsdurchfahrt anfahren. Hauptsächliches Anliegen ist die größtmögliche Sicherheit der Fahrgäste. Außerdem wird an der durchgängig vorgesehenen Gehwegbreite von 1,25 Metern festgehalten.
Ein Problem tut sich auf am Ortseingang aus Richtung Morbach, wo die Planung vor der Grundschule eine Überquerungshilfe vorsieht. Durch die dadurch breitere Fahrbahn werden Anlieger sehr viel näher an der Kreisstraße wohnen. Der Abstand seines Hauses zur Alten Poststraße verringere sich auf etwa 2,3 Meter, sieht Heribert Staudt, einer der zwei erheblich betroffenen Anlieger, das als eine unverhältnismäßige Belastung. Der Rat schließt sich dem an und bittet den LBM, die Planung an dieser Stelle erneut zu überprüfen. Und zwar vor allem mit Blick auf die zu erwartende Lärmbelästigung. Sie müssten beides berücksichtigen, betont Ratsmitglied Martin Klassen: "Den Schutz der Schulkinder und der Anwohner." Auf Anregung von Ratskollege Stefan Kritten sollte aber auch die Überlegung einbezogen werden, ob an dieser Stelle nicht doch eine Tempo-30-Zone Sinn machen würde. Da die Planung des LBM bereits steht, legt der Rat Wert auf die Formulierung, dass er davon ausgeht, dass etwaige Änderungen für die Gemeinde kostenneutral ausfallen.
Die Überlegung. im Zuge des Kreisstraßenausbaus auch drei einmündende Gemeindestraßen auszubauen, ist vom Tisch. Die Wählergruppe Werland, die das angeregt hatte, hat das Zurückstellen beantragt, was einstimmig begrüßt wurde. Bewogen dazu hat die Sorge, die von den Bürgern dafür beizusteuernden "Wiederkehrenden Beitrage" könnten die privaten Kassen zu sehr belasten. Hintergrund des Vorschlags war die Idee, auf diese Weise unterm Strich vielleicht kostengünstiger wegzukommen, wofür allerdings keine konkreten Zahlen vorliegen.
Extra Ausbau der Ortsdurchfahrt Wie berichtet, wird ab 2010 die komplette Ortsdurchfahrt von Monzelfeld, die Alte Poststraße, ausgebaut. Was die Fahrbahnerneuerung den Kreis kosten wird, steht noch nicht endgültig fest. Die Gemeinde wird jedoch nach einer ersten Kostenschätzung allein in die Gehwege etwa 500 000 Euro investieren. Die Bürger beteiligen sich über wiederkehrende Beiträge daran mit 250 000 Euro, das Land mit 175 000 Euro. Parallel dazu investiert die Gemeinde in den Ausbau der Raiffeisenstraße, einer Gemeindestraße, weitere 380 000 Euro. Bei dieser sind die Bürger mit rund 250 000 Euro dabei, das Land mit bereits bewilligten 65 600 Euro.