Dhronecken soll nicht aussterben

Erstmals stand bei einer Sitzung des Ortsgemeinderates Dhronecken die demografische Entwicklung auf der Tagesordnung. Die Zahlen sind alarmierend. Elf Häuser in dem 124-Seelen-Ort stehen leer. Elf weitere sind von Einzelpersonen fortgeschrittenen Alters bewohnt.

Firmen statt Bürger: Gemeinderat will die Pflege von Grünanlagen organisieren. TV-Foto: Herbert Thormeyer

Dhronecken. (doth) "Der Rat hat die Brisanz der Einwohnerentwicklung erkannt. Jetzt soll gehandelt werden", sagt Bürgermeister Detlef Jochem. Es wird alles daran gesetzt, die Jugend im Ort zu halten und auch für die ältere Generation etwas zu tun. Eine Dorfmoderation, für die es vom Land Geld gibt, wird ins Auge gefasst.

"Wir müssen uns erst informieren um herauszufinden, was für die Situation in unserem Ort am besten ist", erklärt Jochem. Der Leerstand der Häuser dürfe kein Dauerzustand bleiben. Hier könnten junge Familien einziehen und die Dorfgemeinschaft beleben.

Weiterer Tagesordnungspunkt: die Pflege des öffentlichen Grüns im Ort. Bislang wird das von Paten erledigt, die Hecken schneiden, Rasen mähen oder Blumenrabatte pflegen. "Diese Leute werden auch immer älter und die Jungen sind für sowas nur schwer zu begeistern", bedauert der Ortsbürgermeister. Deshalb sollen jetzt der Pflegeaufwand für die Flächen ermittelt und bei Fachfirmen Angebote eingeholt werden.

Da die Parkmöglichkeiten unterhalb der Burg begrenzt sind, wurde über ein eingeschränktes Halteverbot auf dem Seitenstreifen der L 153 diskutiert. Beschlossen wurde jedoch nur das Aufstellen eines Schildes mit Hinweis auf einen offiziellen Parkplatz.