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Die Asylsuchenden schnell an den Arbeitsmarkt heranführen

Die Asylsuchenden schnell an den Arbeitsmarkt heranführen

Die hohe Zahl der Asylsuchenden hat eine große Welle der Hilfsbereitschaft auch im Landkreis Bernkastel-Wittlich in der Bevölkerung ausgelöst. Verbunden mit den logistischen Aufgaben stellen die Bürger viele Fragen zu den Hilfsangeboten und zum Asylverfahren.

Bernkastel-Wittlich. Die Koordinationsstelle Flüchtlingshilfe der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich beantwortet Fragen zum Thema Flucht und Asyl, diesmal speziell zum Themenfeld Arbeitsmarkt. Integrationskurse des Bundes unterstützen - wer kann daran teilnehmen?Auf der Seite des Bundesamtes für Migration und Integration werden alle wichtigen Punkte erläutert. Den Link finden Sie auf der Seite der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich <%LINK auto="true" href="http://www.bernkastel-wittlich.de/fluechtlingshilfe.html" text="www.bernkastel-wittlich.de/fluechtlingshilfe.html" class="more"%>.Mit den Integrationskursen hat sich ein funktionierendes System zur Sprachförderung etabliert. Umso wichtiger erscheint es, dass der Zugang zu diesen Kursen auch Asylsuchenden und Geduldeten, die ebenfalls oft viele Jahre hier leben, ermöglicht werden sollte. Das Land Rheinland-Pfalz setzt sich seit langem dafür ein, dass der Bund die Integrationskurse öffnet und ausweitet. Im Rahmen der Integrationsministerkonferenzen wurde diese Forderung bisher von allen Bundesländern unterstützt. Aufgrund dieser Tatsache wurden inzwischen auch eigene mit Landesmitteln finanzierte Sprach- und Orientierungskurse für Asylsuchende ins Leben gerufen. Im Landkreis Bernkastel-Wittlich werden Integrationskurse in verschiedenen Städten angeboten.Dürfen Asylbewerberinnen und Asylbewerber arbeiten?Generell gilt, dass Asylsuchende während der ersten drei Monate in Deutschland nicht arbeiten dürfen, danach ist ihnen die Aufnahme einer Beschäftigung erlaubt. Sie kommen aufgrund der sogenannten Vorrangprüfung, die nach 15 Monaten entfällt, dann zum Zuge, wenn sich niemand mit deutschem Pass oder mit einer EU-Staatsbürgerschaft um die Stelle bewirbt. Nach aktuellen Beschlüssen entfällt die Vorrangprüfung für Asylsuchende und Geduldete nun in bestimmten Fällen: für Hochschulabsolventen in Engpassberufen, die die Voraussetzungen für eine Blaue Karte EU erfüllen oder für Fachkräfte, die eine anerkannte Ausbildung für einen Engpassberuf nach der Positivliste der Bundesagentur für Arbeit haben. Informationen dazu finden sich auf der Internetseite der Kreisverwaltung.Was sind die ersten Schritte zu einer Integration der Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt?Ziel ist es, die beruflichen Qualifikationen und Kenntnisse von Asylsuchenden möglichst frühzeitig zu erfassen, damit die Menschen schneller an den Arbeitsmarkt herangeführt werden können. Im Sommer startete das Projekt "Neuanfang in Rheinland-Pfalz: Kompetenzen erfassen - Chancen nutzen". Hier werden erstmals Daten zur Bildungsbiografie, zu beruflichen Qualifikationen und zu anderen Kompetenzen erfasst. Die Teilnahme ist für alle offen und freiwillig. Ziel ist es, auf Grundlage der erfassten Daten Asylsuchende möglichst frühzeitig und passgenau auf eine Integration in Ausbildung oder Arbeit vorzubereiten. Im Anschluss an die Kompetenzerfassung findet in der AfA die weitere Beratung durch die Agentur für Arbeit beziehungsweise durch die Jobcenter statt. Zusätzlich sollen ab Januar 2016 Beschäftigungspiloten insbesondere die Menschen ansprechen, die noch keinen ausreichenden Zugang zu den Angeboten der Jobcenter haben. Sie werden die Flüchtlinge nach der Verteilung auf die Kommunen direkt an ihrem jeweiligen Wohnort aufsuchen. Informationen zu diesen Projekten finden sie auf den Seiten des Arbeitsministeriums (siehe Linksammlung auf der Internetseite der Kreisverwaltung).In der HwK Trier sind zwei Flüchtlings- und Migrationscoaches mit den Aufgaben Beratung, Vermittlung, Anerkennung und Qualifikationsfeststellung betraut. Unter der Rubrik Kooperationspartner finden sie auf der Internetseite der Kreisverwaltung entsprechende Kontaktdaten. red