Die Ausgaben gerechter verteilen

NEUMAGEN-DHRON. (urs) Nachdem das Schicksal des Bauhofs der Verbandsgemeinde vor einem Jahr besiegelt schien, bleiben die Tore vorerst für weitere zwei Jahre geöffnet.

Aufmerksame Beobachter kommunalen Geschehens haben es bereits bemerkt. Entgegen ursprünglicher Planungen hat der Bauhof der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron seine Tore zum 31. Dezember 2004 nicht geschlossen. Das derzeit zwei Mitarbeiter zählende Team ist auch im neuen Jahr weiterhin im Einsatz. Eine endgültige Entscheidung über das Schicksal des Bauhofs soll laut Kämmerer Alois Koster erst nach Ablauf von zwei Jahren getroffen werden. So sieht es ein Beschluss des Verbandsgemeinderates vom 18. November vor. "Ende 2006 wird wieder entschieden, ob der Bauhof weiter bestehen bleibt oder eventuell geschlossen wird", erläutert Koster. Bis dahin sollen alle anfallenden Arbeiten getrennt abgerechnet werden. Koster: "Geräte und Arbeitsstunden sollen nach kaufmännischen Gesichtspunkten ermittelt und den Gemeinden in Rechnung gestellt werden." Ziel dieser Verfahrensweise sei, die auflaufenden Ausgaben gerechter umzulegen als dies bisher der Fall war. Außerdem soll auf diese Weise eine Basis geschaffen werden, nach der geprüft werden kann, ob Unternehmen bestimmte Arbeiten eventuell günstiger ausführen könnten. Die Ratsentscheidung von Mitte Februar 2004, nach der sich die Tore des Bauhofs zum 31. Dezember schließen sollten, hatte in den betroffenen vier Gemeinden für ordentlich Wirbel gesorgt. Schließlich war das Aus für den Bauhof recht unvermittelt gekommen. Auslöser war ein, den öffentlichen Teil der Tagesordnung erweiternder, Antrag der CDU-Fraktion gewesen. Auf Grund der voraussichtlichen Ausgaben 2004 in Höhe von 184 000 Euro, davon 158 000 Euro Personalkosten, drang die Fraktion auf eine Grundsatzentscheidung. Mit zwölf Stimmen aus CDU und SPD war diese dann zu Ungunsten des Bauhofs gefallen. Lediglich die Freie Bürger Liste hatte sich für einen Fortbestand ausgesprochen - plus Edgar Breit (CDU). Der damalige Piesporter Ortsbürgermeister berief sich bei seiner Entscheidung auf eine zuvor getroffene Vereinbarung aller vier Ortsbürgermeister der VG, den Bauhof vorerst zwei Jahre weiter laufen zu lassen. Verbandsbürgermeister Hans Werner Schmitt und SPD-Fraktionssprecherin Irmgard Meuren hatten sich enthalten.