Meinung : Die Besucher kommen doch

Die Stadt Traben-Trarbach ist hoch verschuldet. Der Mosel-Wein-Nachts-Markt kostet sie viel Geld. Man könnte das Ganze als Wirtschaftsförderung verbuchen, denn Hotels, Restaurants und Geschäfte profitieren enorm von der sechswöchigen Veranstaltung.

Warum also noch Eintrittsgeld verlangen?

Die Regel ist: Wer einen Weihnachtsmarkt besucht, zahlt keinen Eintritt. Allerdings: Einen Weihnachtsmarkt auf einem Platz im Freien zu organisieren, ist weitaus weniger aufwendig, als historische Keller dafür herzurichten.

Weihnachtsmärkte sind längst zu touristischen Rennern geworden. Die Konkurrenz ist groß, und wer als Veranstalter auf Dauer Erfolg haben will, muss sich ständig weiterentwickeln, sprich er muss Geld investieren.

Kritiker können sagen: Wenn’s Geld kostet, kommen viel weniger Besucher. Diese Bedenken teile ich nicht. Wenn ein Busunternehmer für eine Tagesreise nach Traben-Trarbach in Zukunft beispielsweise statt 43 nun 48 Euro verlangt, dürfte das wohl kaum jemanden abschrecken.

w.simon@volksfreund.de