Die Deutsche Bahn entschuldigt sich bei Altrichern

Die Deutsche Bahn entschuldigt sich bei Altrichern

Die Deutsche Bahn hat sich für die mangelnde Informationspolitik bei den Abholzungen entlang der Gleise im vergangenen Jahr bei der Gemeinde Altrich entschuldigt. Das war einer der Programmpunkte bei der letzten Gemeinderatssitzung.

Altrich. (chb) Die Bahn hat Ende des vergangenen Jahres auf einer 2400 Meter langen Strecke entlang der Gleise bei Altrich aus Sicherheitsgründen Bäume abholzen lassen (der TV berichtete). Der angrenzende Wirtschaftsweg, der in Gemeindeeigentum ist, wurde dabei genutzt, ohne um Erlaubnis zu fragen. Auf Feldern in Privateigentum hat die ausführende Firma sogar Holz abgelegt, ohne nachzufragen.

Die Altricher Ortsbürgermeisterin Heike Knop hatte sich daraufhin mit der Bahn in Verbindung gesetzt, um sich zu beschweren. Inzwischen habe sich die Bahn für ihre mangelnde Information und Abstimmung gegenüber der Gemeinde entschuldigt, wie Beigeordneter Stefan Kölsch in der aktuellen Gemeinderatssitzung berichtete. Bei einem Ortstermin sollen Schäden festgestellt werden.

"Ich werde auch darauf drängen, dass die Verkehrssicherungspflicht auf dem Wirtschaftsweg, der an das Bahngelände grenzt, eingehalten wird. Dort sind noch Bäume und Sträucher, die in den Weg ragen und zurückgeschnitten werden müssten", sagt Stefan Kölsch, zweiter Beigeordneter. Die Abholzungen der Bahn waren von Anliegern und Naturschützern als zu radikal kritisiert worden (der TV berichtete). Insbesondere das Abholzen von 60 bis 80 Jahre alten Eichen war moniert worden. Auf diese Kritik hatte die Bahn laut Kölsch damals reagiert. Sie sei im zweiten Abschnitt der Arbeiten etwas vorsichtiger vorgegangen.

Internetpräsenz fast fertig, Straßenbauarbeiten gestoppt



Knop stellte auch die neue Internetseite der Gemeinde vor, die der Öffentlichkeits- und Kulturausschuss in den vergangenen Wochen entworfen hatte. Die Ortsbürgermeisterin rechnet damit, dass die Seite ab Ende Februar oder Anfang März online gehen kann.

Nicht voran kommen hingegen die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt. Witterungsbedingt sind die Arbeiten dort momentan gestoppt. Dennoch sind die Verantwortlichen zuversichtlich, den Zeitplan einhalten zu können. Im Juni soll die Ortsdurchfahrt fertiggestellt sein. Die Vollsperrung der Ortsdurchfahrt ist weiter nötig, da es zu viele quer zur Straße verlegte Leitungen gibt, die teilweise in den vorhandenen Plänen nicht dokumentiert sind. Der DSL-Anschluss für den Ort soll Ende März nutzbar sein. Die Geschwindigkeit des Anschlusses soll zwischen 6000 bis 16.000 KBit/s liegen.

Mehr von Volksfreund